CLAUDE KARGER

Uff. Hoffentlich sind Sie wohlbehaten zurückgekehrt vom „Himmelfahrts-Shopping“ (dixit „Wort“) in Trier und sonstigen rheinland-pfälzischen Einkaufsmeilen, zu denen Luxemburger, Saarländer, Franzosen und Wallonen am mittwöchigen Feiertag strömten. Schließlich kann der Kampf ums Schnäppchen zu einem echten Himmelfahrts-Kommando werden.

Da lebt unser radelnder Chefdiplomat - derzeit auf seiner jährlichen Wallfahrt zum Mont Ventoux - trotz Verkehr und manchmal widriger „Météo“ schon weit ungefährlicher. Der 1.912 Meter hohe, kahle Brocken, von dem der Jang immer sagt, er höre mit Politik auf, wenn es ihm nicht mehr gelinge ihn zu bezwingen, ist denn auch schon fast in Sichtweite. Dieser Tage kommt der dienstälteste Außenminister der westlichen Hemisphäre nämlich schon an der himmelblauen Küste an. Unterwegs postet er dabei immer reichlich Infos über die Sehenswürdigkeiten. Sogar geologischer Natur. Zum Beispiel über das charmante Turenne im Departement Lot, das auf einem Hügel thront, der aus dem Jura stammt: „Alors, qu’est-ce que le Jurassique? Tout simplement c’est le système intermédiaire de l’ère Mésozoïque“, erklärt der Chefdiplomat. Alles klar? Damals starben jedenfalls eine Menge Dinos aus. Vielleicht an einer Überdosis Shopping? Und vielleicht wird aus den Asselborn-Posts irgendwann ein Buch?