LUXEMBURG
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Kongress-Sprecherin Nancy Pelosi und eine Delegation des Repräsentantenhauses in Luxemburg

Außergewöhnlicher Sonntagmorgen im Parlament, wo eine Delegation des US-Repräsentantenhauses erwartet wurde mit, an ihrer Spitze, Kongress-Sprecherin Nancy Pelosi (Demokraten). Die US-Politiker - neben Pelosi auch die Demokraten James Clyburn, Ted Deutch, Susan Davis, Stephen Lynch, Debbie Wasserman Schultz, Joe Courtney, Mike Quigley, John Garamendi, Ann Kuster, Donald Norcross, Seth Moulton, Thomas Suozzi sowie die Republikaner Mike Conaway, Jeff Fortenberry und Paul Cook - sind anlässlich des 75. Jubiläums des Beginns der Ardennenoffensive in Luxemburg und Belgien unterwegs, zu dem heute Nachmittag eine internationale Zeremonie auf dem US-Militärfriedhof in Hamm stattfindet.

Lektionen der Vergangenheit, Lektionen für die Zukunft

„Anlässlich des 75-jährigen Gedenkens an die Ardennenschlacht ist es ein großes Privileg, eine parteiübergreifende Delegation nach Belgien und Luxemburg zu führen, um eine der größten Taten des amerikanischen Heldenmutes in der Geschichte unserer Nation zu würdigen“, hatte die Sprecherin im Vorfeld in einer Mitteilung angekündigt. Am Samstagnachmittag waren sie bereits am Findel gelandet, wo sie von „Chamber“-Präsident Fernand Etgen begrüßt wurden, danach führte der Weg nach Bastogne, einer der wichtigen Schauplätze der Ardennenoffensive, wo sie an Gedenkfeiern teilnahmen (s. auch S. 16). Am Sonntagmorgen wurde Nancy Pelosi zunächst von Großherzog Henri zu einer Audienz empfangen, bevor sich die Delegation mit den Vertretern des Parlamentsbüros und den Mitgliedern des außenpolitischen Ausschusses im „Chamber“-Plenum traf. „Nur die Hingabe und das Engagement der amerikanischen Soldaten haben ein Desaster in Luxemburg am Ende des Zweiten Weltkriegs verhindert“, würdigte Etgen laut Pressemitteilung der Abgeordnetenkammer den Einsatz der US-Truppen vor 75 Jahren.

„Wir müssen die Lektionen der Vergangenheit lernen, sonst wiederholt sich die Geschichte“, hieß es aus der US-Delegation. Sprecherin Pelosi würdigte bei der Gelegenheit die Verdienste von Großherzogin Charlotte und Großherzog Jean während des Zweiten Weltkriegs und unterstrich, wie wichtig die US-Investitionen für den Wiederaufbau Luxemburgs waren. Pelosi hatte eine Freundschaftsbotschaft in Form einer einstimmig beschlossenen Resolution des Kongress und des Senats der USA im Gepäck: Darin werden gemeinsame Werte und Interessen hervorgehoben, sowie die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sicherheit. Thematisiert wurden gestern Morgen auch die Positionierung Luxemburgs im Weltraum und das Google-Projekt für ein Datenzentrum in Bissen. Auf Pelosis Programm standen auch Gespräche mit Staatsminister Xavier Bettel und Außenminister Jean Asselborn. Auch der Premier würdigte den Einsatz der USA für Luxemburg und die stabile und wegweisende Partnerschaft zwischen den beiden Ländern. „Für unsere gemeinsame Zukunft müssen wir dem Multilateralismus verbunden bleiben, bei dem die Kooperation vor der Konfrontation überwiegt“, sagte der Regierungschef. Worte, die wohl auch für Präsident Trump gedacht waren...