LUXEMBURG
LJ

240 Millionen Euro in nächsten Jahren: Mobilitätsminister detailliert laufende und künftige Projekte

Rund 240 Millionen Euro würden in den kommenden Jahren in die Nordstrecke der CFL investiert, schreibt der für Mobilität und öffentliche Arbeiten zuständige Minister François Bausch (déi gréng) in seiner Antwort auf eine parlamentarische Frage des Piraten-Deputierten Marc Goergen, der wissen wollte, was getan wird, damit Bürger aus dem Norden schneller mit dem öffentlichen Transport in die Hauptstadt und zurück reisen können. Ein Projekt zur Verkürzung dieser Reise sei derzeit zwar nicht vorgesehen, dafür aber viel Ausbau und Modernisierung der Strecke.

Gleisbette, Umspannstationen und Bahnübergänge ohne Zukunft

Rund 509 Millionen Euro wurden zwischen 2009 und 2020 in die Modernisierung der Nordstrecke gesteckt. Ausgenommen den rund 150 Millionen Euro teuren „Pôle Multimodal“, der in Ettelbrück entsteht, sind nahezu 170 Millionen Euro in laufenden Projekten engagiert: Neues Gleisbett in Dommeldingen, P+R-Gebäude am Bahnhof Mersch, der obendrein modernisiert wird, die Absicherung der Tunnels auf der Nordstrecke, eine neue Umspannstation in Flébour, neue Signalwerke und Modernisierung der Weichen auf der Linie Luxemburg-Ulflingen, Ersatz der Holz- durch Betonschwellen auf der Nordstrecke und die Beseitigung des Bahnübergangs in Walferdingen - hier trägt der Staat übrigens 50 Prozent der Kosten.

Eingleisigkeit ohne Einfluss auf Reisedauer

Mit knapp 71 Millionen Euro zu Buche schlagen die Projekte, die nun noch in Angriff genommen werden: Modernisierung und teilweise Ausbau der P+R in Michelau und Kautenbach (2020), P+R-Gebäude in Ulflingen (2021-2022) und Beseitigung des Bahnübergangs in Dommeldingen (2024-2025). Keine Fristen gibt Bausch an für die Abschaffung der Bahnübergänge in Pettingen, Lorentzweiler und Heisdorf sowie für die Modernisierung des dienstlichen Telefonnetzes zwischen Luxemburg und Ulflingen.

Dass der Bahnverkehr auf der Nordstrecke auf manchen Passagen eingleisig verläuft, betrachtet der Minister nicht als einen Faktor, der die Reisedauer beeinflusst. Der Fahrplan sei so aufgebaut, dass im Regelverkehr kein Zug vor einer eingleisigen Passage warten muss. Ferner versichert der Minister dem Abgeordneten, dass nicht geplant sei, in Zukunft verschiedene Bahnhöfe der Linie 10 nicht mehr anzufahren. Goergen dürfte auch gefallen, dass künftig ein Teil des Zugmaterials mit WiFi ausgerüstet wird.

Allerdings vermag Bausch angesichts von laufenden „Funktionstests“ nicht zu sagen, ab wann dieser Service verfügbar sein wird.