CLAUDE KARGER

Kaum ist das „Wort“ nach Flandern verkauft, schon mokiert es sich über den hiesigen katholischen Oberhirten, der zum „nörgelnden Kardinal“ mutiert sei angesichts des Umstands, dass wegen der Covid-19-Krise noch immer keine Gottesdienste stattfinden dürfen. Dass der „sonst so nette“ Kirchenmann schon mal wutschnaubend mit hochrotem Kopf derbe Worte wie „Sauerei“ ausspucken kann, wissen wir seit der Springprozessionsfehde Anno 2018. Aber zurück zu den Wochen der geschlossenen Kirchen. „Dabei hat das Bistum doch so ein tolles Hygienekonzept erstellt“, ironisiert der „Wort“-Wochenrückblicker, „angeblich stört sich Premier Bettel aber daran, dass nicht genügend Frupstuten vorhanden sind, damit jeder Kirchgänger seine Hostie mit nach Hause nehmen kann“. Leib Christi „to go“? Fehlen noch Drive-Thru-Messen und Hochämter im Autokino-Format... Woran merkt man übrigens, dass Corona-Krise ist? „Wenn es an Christi Himmelfahrt im „Heischtergronn“ nicht nach Bifana riecht“, kalauert der „Wort“-Wochenrückblicker dann auch noch. Salz auf die Wunden der Fatima-Pilger. Schluchz. Er nehme sich in Acht: wegen sowas kann man schnell mal Zielscheibe einer Hollerich’schen Wutpredigt werden. Gott bewahre.