Vorgestern und gestern wurde auf Kirchberg die erste Ausgabe des Morpheus Cup ausgetragen. Über 100 Studententeams aus 47 europäischen Hochschulen mussten in zwanzig Herausforderungen ihr Talent unter Beweis stellen. Kontakte knüpfen, Ideen austauschen und internationale Branchengrößen kennenlernen war dank der parallel stattfindenden ICT Spring Europe ebenfalls möglich. Und mittendrin waren zwölf Studenten der Uni Luxemburg. Im „Journal“-Interview sprechen wir mit dem Team „LEDS“ (Local Emergency Drone System) über ihre Eindrücke und Erfahrungen beim Morpheus Cup.
Wieso habt ihr bei diesem Wettbewerb mitgemacht?
Martin Kracheel Wir haben von der Uni eine Newsletter bekommen und gesehen, dass es einen Wettbewerb gibt. Da wir in den vorigen Jahren schon bei der ICT Spring dabei waren, kannten wir das Rahmenevent bereits. Als wir dann im Büro darüber gesprochen haben, sagten wir uns „Hey, lass uns mitmachen!“. Also haben wir unser Team zusammengestellt und nach Ideen gesucht.
Mit welchen Erwartungen seid ihr angetreten?
Thierry Derrmann Natürlich haben wir gehofft, einen Preis zu gewinnen aber auch die anderen Teams ein bisschen kennenzulernen und Ideen austauschen zu können. Im Grunde ging es uns um die Erfahrung, da es ein komplett neues Event ist. Obwohl wir nichts gewonnen haben, war es sehr interessant, sich den Herausforderungen zu stellen und zu sehen, wie es läuft.
Martin Was vielleicht etwas gefehlt hat, war die Interaktion mit den anderen Teams. Es waren 100 Teams aus ganz Europa dabei, aber wir haben kaum mit ihnen gesprochen. Und von den 100 eingereichten Projekten, haben wir nur zehn Stück kennengelernt. Feedback zu den verschiedenen Projekten gab es leider auch nicht.
Walter Bronzi Es kam eine Challenge nach der anderen, dazwischen war also fast keine Zeit, um noch mit jemandem ins Gespräch zu kommen.
Wie waren die Aufgaben?
Walter Die Aufgaben waren herausfordernd, aber auch nicht zu schwierig. Die Vielseitigkeit und die gute Organisation haben mir gefallen.
Thierry Es gab kreative Aufgaben, Quizze, in denen man sein Wissen beweisen musste, und eher technische Aufgaben. Im Großen und Ganzen wurden die Felder Kommunikation, Digital und Marketing abgedeckt.
Walter Wir mussten sogar malen. Aufgabe war es, nur anhand von Malereien zu kommunizieren, also ohne Text. Das war ganz lustig.
Was hat euch die Teilnahme gebracht?
Thierry Wir haben uns als Team untereinander besser kennengelernt. Manche Aufgabenstellungen haben wir zum Beispiel unterschiedlich interpretiert. Da muss man dann einen gemeinsamen Nenner finden. Das war sehr interessant und teilweise schwierig nach stundenlangem Arbeiten.
Martin Wir haben viel über Kollaboration gelernt, aber auch unter Druck zu arbeiten. Jetzt wissen wir auch, wie solche Wettbewerbe funktionieren und wie wir uns das nächste Mal besser positionieren können. Und nicht zu vergessen, wir hatten dadurch die Möglichkeit, bei der ICT Spring Europe dabei zu sein.
Walter Und unser eingereichtes Projekt können wir vielleicht trotzdem in Zukunft wiederverwenden, das war noch nicht das Ende.



