LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Wir waren am Sonntag zwar nicht beim adr-Kongress in Ettelbrück dabei (der Sonntag ist uns heilig, und Ettelbrück ist uns sowieso ein bisschen arg weitab vom Schuss), aber wie wir der Fachpresse entnehmen, müssen sich die adr‘ler wieder einmal prächtig amüsiert haben. Derweil ihr Präsident kalauerte, dass die adr nicht nach rechts gerutscht sei, sonder die anderen Parteien „nach links fortgelaufen“ seien (RTL.lu), brach die Vorsitzende der adr-Frauensektion eine Lanze für die Männer, brauche das Land neben Frauenhäusern doch auch „dringend Männerhäuser“ (Tageblatt). Verschiedenen Grünen warf sie indes vor, „Hunde und Kinder abschaffen zu wollen“. Und dem scheidenden adr-Urgestein Gast Gibéryen wurde „ein fast 50-seitiges Porträt von adr-Mitarbeiter Roland Houtsch“ überreicht, womit sichergestellt ist, dass Gibéryen sich in seiner 5/6-Pension nicht langweilen wird. Im „Wort“ wurde dieser gestern dann auch schon als „Politrentner“ bezeichnet, der auf dem Kongress am Rednerpult „erstmals“ keine Worte gefunden habe.  Das würde Donald Trump nie passieren, war dieser doch gestern mal wieder kräftig am Twittern: „Our Country cannot survive as a Socialist Nation, and that’s what the Democrats want it to be. The USA will never become a large scale version of Venezuela“. Ohne Worte...