Als sei es nicht schon heiß genug, gebe es während der „Hundstage“ von Ende Juli bis Ende August auch noch eine Menge hitzige Auseinandersetzungen, befindet der „Revue“-Wochenrückblicker vom Dienst. Bettler in der Hauptstadt, Atommüll in Lothringen, Populisten in Europa und das Walschlachten auf den Färöern sorgen für heftige Diskussionen. Der „Télécran“ hat gar noch ein anderes „Sommerdrama“ ausgemacht: Nämlich das Hickhack zwischen Syvicol und Innenminister Kersch über die Neubesetzung des „Conseil Supérieur des Finances Communales“. Na ja. Dabei haben die Hundstage ursprünglich gar nichts mit Hitze zu tun, sondern mit dem Aufleuchten in der Morgendämmerung des Halsbandklunkers des Großen Hundes. Sternengucker wissen, wovon die Rede ist. Die „Canicule“ lockt aber auch besonders viele „kékés“ auf die Straße, wie gestern der Leitartikler des „Le Quotidien“ feststellte. In der Köterwelt wären „kékés“ Fellnasen, die möglichst laut bellen, aber schnell die Fliege machen, wenn‘s um die Wurst geht. Der Editorialist kläfft allerdings über die „kékés“ in möglichst PS- und Dezibelstarken Benzinschleudern, die sie unbedingt dem ganzen Universum zeigen wollen: „Ce qui rapproche les kékés, c‘est leur connerie aussi crasse qu‘un gros burn bien fumeux“. Gut gebrüllt!
Hundstage
journal.lu - 12.08.2015

1 Foto

