Würde Ehrenpremierchef Juncker nicht ganz demnächst Kommissionsanführer werden, dann wäre Nicolas Schmit jetzt schon längst EU-Kommissar, hätte Sportminister Romain Schneider inzwischen bereits das Arbeitsministerium übernommen, und dürfte sich Marc Angel endlich mit einem hübschen Ministertitel schmücken. Würde, hätte, dürfte... Klaro, dass Schmit sich nicht gerade begeistert über die designierte Juncker-Kommission zeigt, wie er vor wenigen Stunden seinem Unmut auf Twitter Luft verschaffte: „L’organisation hypothétique de la future commission n’indique aucun tournant politique et ne fait nullement du social une grande priorité“.
Das Internetdings der Erzbistumszeitung ist natürlich entsetzt und interpretierte den Schmit’schen Tweet gestern folgerichtig mit „Nicolas Schmit kritisiert Juncker“. Schmit scheint indes der einzige Minister zu sein, der, zumindest den Akten auf seinem Schreibtisch nach zu urteilen, auch so etwas Banales zu tun scheint, wie im Büro zu malochen. Ein Reiseführer über New York, nach wo es den früheren Spitzendiplomaten ja gar heftig ziehen soll, wurde auf dem Pult jedoch nicht gesehen, dafür aber eine Tüte mit Hustenbonbons und eine Buddha-Statue. So kann das ja nichts werden...


