LUXEMBURG
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23 Fragen an den DP-Generalsekretär Marc Ruppert

Für unsere diesjährige Sommerserie ließen wir einer Reihe von Politikern eine Reihe von Fragen per Mail zukommen, von denen einige politisch, andere eher privater Natur sind. Einige haben noch am gleichen Tag geantwortet, bei anderen lässt die Antwort immer noch auf sich warten. Heute antwortet DP-Generalsekretär Marc Ruppert.

Was war in Ihren Augen das wichtigste politische Dossier in der zurückliegenden Kammersession?

MARC RUPPERT Das Gesetz über die Sekundarschule war eine der wichtigsten Reformen, aber beileibe nicht die Einzige. Sie ermöglicht den Schulen aber jetzt, Neues auf den Weg zu bringen und Projekte weiterzuentwickeln, die bereits in Arbeit sind. Die vorige Regierung hingegen war in diesem Dossier in einer Sackgasse gelandet, was für viel Unmut im Unterrichtswesen gesorgt hatte.

Wie bewerten Sie die bisherige Arbeit dieser Koalition, die nun ihr letztes Jahr in Angriff nimmt?

RUPPERT Die Ergebnisse der Regierungsarbeit sprechen für sich: Sinkende Arbeitslosenzahlen, wirtschaftliches Wachstum, Rekordinvestitionen... Es bleibt noch viel zu tun, doch das Land erfreut sich jetzt einer Gesundheit, von der man 2013 nur zu träumen wagte.

Welches Projekt muss aus ihrer Sicht noch unbedingt in dieser Legislatur verabschiedet werden?

RUPPERT Die Reform der Rettungsdienste steht bereits länger in den Startlöchern und wird benötigt, um bei wachsenden Herausforderungen eine hochwertige Qualität der Rettungsleistungen auch in Zukunft zu garantieren.

Welches sind Ihre persönlichen Prioritäten für die Rentrée?

RUPPERT Als Generalsekretär stehen natürlich die Gemeindewahlen ganz oben auf meiner Prioritätenliste. Ich freue mich zusammen mit rund 600 Kandidaten auf diesen Termin.

Spielen die Kommunalwahlen für Sie eine Rolle?

Ruppert Siehe oben.

Welche Koalition würden Sie sich für nach den Parlamentswahlen von 2018 wünschen?

RUPPERT Eine Koalition mit DP-Beteiligung. Jedoch nicht um jeden Preis. Unser Programm und unsere Ideen müssen in einem möglichen Koalitionsprogramm der blaue Faden sein.

Welches Ministeramt würde Sie am meisten reizen?

RUppert Politik ist weit mehr als der Wunsch einen Ministerposten zu bekleiden.

Was war der Auslöser, warum Sie in die Politik eingestiegen sind?

Ruppert Am Anfang viel Neugierde, dann die Erkenntnis, dass sich bei der DP Dinge mitgestalten lassen. Junge Leute haben hier definitiv ihren Platz, und ihre Stimme.

Macht EU-Kommissionspräsident Juncker eine gute Arbeit?

Ruppert Er hat keinen einfachen Job und hat die EU in stürmischen Zeiten übernommen. Er hält das Schiff auf Kurs, wirklich neue Wege wurden aber auch mit Juncker (noch) nicht eingeschlagen.

Was halten Sie vom (nicht mehr ganz so) neuen US-Präsidenten?

Ruppert Er ist kein Präsident der Verständigung sondern ein Präsident der Missverständnisse. Sein Ausstieg aus dem Klimaabkommen ist leider ein trauriger Höhepunkt seiner bisherigen Präsidentschaft.

Sind Sie in den sozialen Medien aktiv, und was halten Sie von Facebook & Co.?

Ruppert Sie sind die Tür zu neuen, interessanten Kommunikationsformen, auch für Politiker. Leider vergessen viele den Schlüssel des Verstandes.

Was würden Sie machen, wenn Sie drei Wünsche frei hätten?

RUppert Sie mit meinen Nächsten teilen.

Was würden Sie ändern, wenn Sie der reichste Mann/Frau der Welt wären?

Ruppert Ich bin reich an schönen Erfahrungen und liebevollen Menschen, die mich umgeben.

Da bleibt wenig Fantasie für andere Reichtümer.

Wohin fahren Sie in den Urlaub, und warum?

Ruppert Ans Meer (oder ans „Mia“), weil meine kleine Tochter sich dort am wohlsten fühlt.

Was haben Sie sich in sportlicher Hinsicht für den Urlaub vorgenommen?

Ruppert Ich will diesen Sommer vor allem viel Zeit mit der Familie verbringen. Die Wochen vor und nach den Sommerferien sind angesichts der Gemeindewahlen sehr stressig und zeitintensiv. Für Sport wird daher weniger Zeit bleiben.

Welche Bücher planen Sie, im Urlaub zu lesen?

Ruppert „Emma kann schon Zähne putzen“.

Ihr Hauptcharakterzug?

Ruppert Ich bin Optimist.

Ihr größter Fehler?

Ruppert Ich bin Optimist.

Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Ruppert Zeit mit der Familie verbringen.

Ihr Leibgericht?

Ruppert Das Gericht ist weit weniger wichtig als die Begleitung(en).

Was schätzen Sie am meisten an sich?

Ruppert Ich schätze es, wenn andere mich und meine Arbeit schätzen.

Was hassen Sie am meisten an sich?

Ruppert Hass ist ein starkes Wort. Hassen tue ich nichts.

Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?

Ruppert Im Vollbesitz aller guten Geister.