LUXEMBURG
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Premier Bettel im Gespräch mir der Deutschen Presseagentur

Premier Bettel will nach der Parlamentswahl am 14. Oktober seine bisherige Politik fortsetzen. „Ich bin noch nicht fertig. Ich bin voll motiviert weiterzumachen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden am Wahlabend sehen, wie es geht“, sagte er. „Ich bin von Natur aus Optimist.“

Ob sich Bettel auch eine Koalition mit der CSV vorstellen könnte? „Ich sage nie mehr nie. Ich schließe nichts aus.“ Aber: Das politische Programm müsse stimmen. „Wenn es darum geht, die Uhr zurückzudrehen und alles rückgängig zu machen, was diese Regierung gemacht hat, dann mache ich das nicht“, sagte der Jurist.

Die Regierung habe Luxemburg in den vergangenen viereinhalb Jahren modernisiert. Aber „Baustellen“ gebe es noch, sagte Bettel. „Den sozialen Zusammenhalt stärken, die Integration vorantreiben und vor allem jungen Familien Wohnung und Transport erleichtern.“ Der Elternurlaub müsse „noch flexibler“ gemacht werden - und in der Schulpolitik müsse „wieder Ruhe einkehren“. Eines aber habe ihn als Premierminister „geschwächt“, sagte er: Das gescheiterte Referendum im Jahr 2015, das auch den seit langem im Land lebenden Ausländern das Wahlrecht zugestehen sollte.