LUXEMBURG
INGO ZWANK

Neue Sensibilisierungskampagne für mehr Verkehrssicherheit vorgestellt

Verhalte Dich verantwortungsbewusst auf der Straße, denn innerhalb von ein paar Sekunden kann alles anders sein: Es waren 955 Unfälle mit Personenschäden im Jahr 2017, darunter 24 mit tödlichem Ausgang, 25 Personen wurden in diesem Bilanzjahr 2017 bei Unfällen getötet, 256 schwer und 1.016 leicht verletzt: Gestern stellte der zuständige Minister Francois Bausch zusammen mit der AVR, der „Association nationale des Victimes de la Route“, der Vereinigung der Verkehrsopfer, in Person von Carine Nickels eine neue Sensibilisierungskampagne vor. Ist ein Rückgang von 2016 auf 2017 bezüglich der Verkehrstoten zu resümieren, stieg die Zahl der Schwerverletzten um drei Prozent.

„Die Kampagne hat zum Ziel, dass man auch darauf hinweist, dass es nicht nur Tote, sondern auch Schwerverletzte bei Unfällen geben kann, die das ganze Leben über mit den Umfall leben müssen. Dies wollen wir mit Betroffenen aufzeigen“, sagte Bausch.

Nickels bedankte sich für die Zusammenarbeit, und betonte, dass es in den Spots darum geht, darzustellen, dass sich alles ändere, „die Autonomie geht verloren“. Nickels selbst hatte vor sechs Jahren im Alter von 36 Jahren einen Unfall, sie saß hinten im Auto, als es zu dem tragischen Zwischenfall kam. „Wir krachten in einen Baum - und ich bin heute von der Brust abwärts gelähmt. Und auf absolute Hilfe von anderen angewiesen.“ Daher sei es wichtig gewesen, dass dargestellt wird, dass auch das Leben vorüber sein kann, ohne das man stirbt. Nickels appellierte an die Verkehrsteilnehmer und ihr Verhalten im Verkehr: „Wo 50 km/h steht, sollte man auch nicht schneller fahren, eher langsamer. Denn wo 250 ml reingehen, passt auch kein Liter rein.“

In drei Sprachen wird die Kampagne anlaufen, über einen Zeitraum von drei Wochen; 45 Straßenschilder, Fernseh- und Kinospots werden geschaltet, die über mehrere Wochen zu sehen sein werden.