LUXEMBURG
SVEN WOHL

Wer gewinnen möchte, darf nicht nachlassen

Das Großherzogtum hat trotz seiner geringen Größe einige nennenswerte E-Sportler hervorgebracht. Einer von ihnen ist Max „Marix“ Kugener (17), der uns für ein kurzes Gespräch zur Verfügung stand:

Das regelmäßige Training ist für Max Kugener wichtig (Foto: Privat) - Lëtzebuerger Journal
Das regelmäßige Training ist für Max Kugener wichtig (Foto: Privat)

Wie sieht Deine bisherige Karriere aus?

Max „Marix“ Kugener Ich bin seit zwei bis drei Jahren im E-Sport aktiv und spiele „Counter-Strike: Global Offensive“ (CS:GO). Zu meinen bisherigen Highlights gehört das Gewinnen des luxemburgischen Pokals bei der letztjährigen LGX. Ich bin in der dritthöchsten Liga von CS:GO aktiv. Ich habe außerdem diverse kleine Turniere gewonnen.

Wie kann man sich das Training eines E-Sportler vorstellen?

Kugener Ich bin Teil eines Teams, wo wir uns so arrangieren, dass wir uns fünf Mal die Woche treffen können, um gemeinsam zu trainieren. Da probieren wir neue Taktiken aus, um diese gegen andere Mannschaften umzusetzen. Man muss sich auch auf das Training selbst vorbereiten, indem man seine Bewegungen einübt oder Taktiken von anderen einstudiert und in die eigene Spielweise integriert. Es ist nicht so einfach, wie manche glauben. Das braucht auch viel Zeit.

Die luxemburgische Post organisiert ja seit März eine Liga. Kannst Du nachvollziehen, dass CS:GO dort nicht angeboten wird?

Kugener Das finde ich ein wenig schade. Da sind dann einige andere Spiele dabei, wo ich nicht ganz nachvollziehen kann, weshalb die vorgezogen werden. Ich glaube, dass CS:GO dabei sein könnte, es wurden von anderen Veranstaltern regelmäßig Turniere in Luxemburg organisiert, die genug Menschen angesprochen haben – sowohl bei den Spielern wie auch bei den Zuschauern.

Wie siehst Du die Gründung einer Föderation?

Kugener Ich finde es gut, dass so etwas gegründet wurde. E-Sports wird nicht viel gefördert und ist teilweise auch noch sehr unbekannt. Man muss aber abwarten, wohin sich das alles entwickelt.