LUXEMBURG
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„Stëmm vun der Strooss“ feiert 20-jähriges Bestehen

Der Geburtstag der Vereinigung ist für Marcel Detaille, Präsident der „Stëmm vun der Strooss“, ein „Grund zu feiern, nach vorne zu blicken und einen Blick zurückzuwerfen, um zu sehen, ob die Ziele, die man sich vor 20 Jahren gesetzt hatte, auch erreicht wurden“. Gestern Nachmittag hatte die „Stëmm vun der Strooss“ zu ihrem 20. Geburtstag in das Kulturzentrum Bonneweger Kulturzentrum eingeladen.

Wie Detaille in seiner Begrüßungsansprache unterstrich, hatte sich die „Stëmm“ bei ihrer Gründung im Jahr 1996 „d’Hëllef fir déi mannerbemëttelt vun eise Matbierger op de Fändel geschriwwen. Deenen ze hëllefen, déi néierenswou anescht eng Hëllef fannen oder fonnt hunn“. Getreu diesem Motto arbeitet man noch heute bei der „Stëmm vun der Strooss“. Ferner erinnerte Detaille daran, dass die „Stëmm“ vor 20 Jahren eigentlich ins Leben gerufen wurde, um eine Zeitung herauszugeben, die auf die Probleme der Armut und ihrer Folgen aufmerksam machen sollte. Dabei wurde ganz schnell erkannt, dass es wichtiger wäre, „konkrete Hilfe anzubieten“.

Das wird nun seit 20 Jahren konsequent von der „Stëmm vun der Strooss“ getan. Empfangsstrukturen in Luxemburg-Bonneweg und Esch-Alzette wurden eingerichtet, wo die Bedürftigen, die die „Stëmm“ aufsuchten, eine warme Mahlzeit erhielten, duschen konnten und Kleider bekamen. Auch wurde Betreuung in verschiedenen Arten angeboten, was nach wie vor eine der wichtigsten Arbeiten der „Stëmm“ ist.

Hauptsitz nun in Hollerich

Im November 2013 hat die „Stëmm“, die inzwischen über fünf Antennen im Land verfügt, ihren Hauptsitz in ein neues Gebäude nach Luxemburg-Hollerich verlegt. Hier stehen größere und modernere Räumlichkeiten zur Verfügung und das Dienstleistungsangebot für „ihre Kunden“ konnte erweitert werden.

Derzeit kann jeder kostenlos: Duschen, seine Wäsche waschen lassen, saubere Kleidung bekommen, sich die Haare schneiden lassen, jeden Mittwoch bei „Dokter Stëmm“ in der Sprechstunde vorsprechen, frischen Obstsaft und Kaffee trinken, jede Woche eine Tüte voll Lebensmittel bekommen und einmal im Monat ins Kino gehen.