WILTZ
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Zum 71. Mal zog gestern der Ginsterumzug durch die Ardennenstadt Wiltz

Beliebt ist er vor allem aufgrund seiner Blüten, die am vorjährigen Holz in zahlreichen Farbvariationen in der Zeit von April bis Juni erscheinen, wie die Experten wissen. Meist blüht er gelb, er kann jedoch auch weiß, rosa, rotbraun oder violett blühen. Die Rede ist vom Ginster, dem am Pfingstwochenende wieder die Gemeinde Wiltz huldigte.

Los ging es bereits am Samstag mit dem „Geenze Cup“, am Abend stand die Inthronisation der Ginsterkönigin Adelisa Adrovic an, die mit ihren Ehrendamen Helena Raquel Anjos Marinho, Sandy Atkinson, Márcia Sofia Monteiro Gomes, Laura Pappone, Aida Redzovic und Svenya Wick auch am gestrigen Umzugstag eine Augenweide darstellten.

Jährlich fast 10.000 Zuschauer

Beim Ginsterfest, das seit 1949 in der Ardennenstadt gefeiert wird, dreht sich eben alles um den Strauch mit den gelben Blüten, der besonders auf den Hügeln der Oesling-Region in dieser Zeit seine ganze Pracht präsentiert und „die Landschaft wortwörtlich in ein goldenes Gelb taucht“, wie es in der Festbeschreibung heißt.

Organisiert von der Vereinigung „Les Amis de la féerie du genêt de Wiltz“ ist das „Geenzefest“ daher vor allem durch seinen Ginsterumzug bekannt. Viele mit Ginster gestaltete und dekorierte Wagen, nationale und internationale Musik- und Folkloregruppeng ziehen durch die Straßen der Stadt. Neben dem Umzug finden aber auch Ausstellungen, ein Flohmarkt im Schloss und in der Grand-Rue, Konzerte und Ginsterball („Geenzebal“, in diesem Jahr „reloaded“) statt. Im Laufe der Jahre ist das Geenzefest eine der wichtigsten folkloristischen Veranstaltungen des Großherzogtum Luxemburgs geworden, wie es auch von
den Tourismusverantwortlichen bilanziert wird, denn das Event zieht jährlich fast 10.000 Zuschauer in die Straßen der Ardennenhauptstadt.

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