LUXEMBURG
STEVEN CURFS

Mit einer Petition will sich Steven Curfs dafür einsetzen, dass nicht-periodisches Einkommen wie Prämien, Boni oder das 13. Monatsgehalt anders besteuert wird als bislang. Derzeit werde darauf nämlich der höchste Steuersatz angewandt. Stattdessen sollte nichtperiodisches Einkommen zum Teil beziehungsweise ganz steuerfrei bleiben, die verbleibende Summe dann gestaffelt besteuert werden, damit Arbeitnehmer mit einer geringeren Prämie auch mehr davon haben. Die Petition mit der Nummer 914 kann noch bis zum 1. März auf der Webseite des Parlaments unterstützt werden.

„Heutzutage bekommen wohl nur noch wenige Arbeitnehmer die gute Nachricht zu hören, dass sie von ihrem Arbeitgeber über ihr regelmäßiges Einkommen hinaus noch eine Prämie bekommen. Allerdings bleibt von diesem nicht-periodischem Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben oft nur noch eine geringfügige Summe übrig. Das ist sowohl für die Beschäftigten wie auch für den Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter belohnen will, eine nicht zufriedenstellende Situation. Darüber hinaus vergrößert sich die Besteuerungsgrundlage der Steuerzahler, was wiederum Konsequenzen für andere Lebensbereiche wie etwa die Dienstleistungsschecks (chèque-service) hat. Ein Teil des Bonus geht somit wieder durch andere Mehrkosten verloren.

Mit dieser Petition will ich deshalb erreichen, ,normalen‘ Angestellten zu ermöglichen, voll von ihrem Jahresbonus profitieren zu können. Prämien unter 5.000 Euro sollten deshalb gar nicht besteuert werden. Statt wie bisher den vollen Steuersatz auf jedes nichtperiodische Einkommen anzuwenden, wäre darüber hinaus eine Staffelung sinnvoll. Auf einem Betrag zwischen 5.000 und 10.000 Euro könnten bis zu zehn Prozent an Steuern erhoben, bei einer Summe zwischen 10.000 und 25.000 Euro 20 Prozent, bei Prämien zwischen 25.000 und 50.000 Euro 30 Prozent und schließlich bei allem, was darüber hinausgeht, das Maximum an Steuern eingezogen werden, nämlich bis zu 45,8 Prozent.

Natürlich müssten die Auswirkungen eines solches Modells beziehungsweise die Einbußen für die Staatskasse berechnet werden und die von mir vorgeschlagene Tabelle noch dementsprechend angepasst werden. Es wäre dennoch im Interesse der sozialen Gerechtigkeit, Jahresboni und Prämien bis zu einem gewissen Grad für alle Steuerzahler steuerlich zu befreien.“

Direktlink zur Petition