LUXEMBURG
CAROLINE KNEPPER

Jugendliche identifizieren sich mit bekannten Namen

Das muss ich haben. Mika (13) würde am liebsten alles kaufen, was sie so im Internet entdeckt, am liebsten natürlich, alles das, was einen bekannten Namen trägt. Täglich findet sie neue, hippe Teile. Mal ist es ein teurer Gürtel, mal Highfashionsneaker, die ab 200 Euro aufwärts kosten. Anscheinend besitzt jeder in ihrer Schule diese Sachen.

Schaut man Jugendlichen nach, dann könnte man glauben, es drehe sich alles nur noch um Konsum. Es muss immer der neueste Trend sein, sei es Hosen, Schuhe, Kappen, Handys oder Spielekonsolen.

Am besten nur von dieser oder jener Marke. Hat man das nicht, dann ist man im Freundeskreis unten durch. So denken zumindest die meisten.

Die großen Markenhersteller investieren sehr viel Geld in die Marktforschung, um mehr über das Einkaufsverhalten von Jugendlichen herauszufinden. Dadurch können sie zielgerichteter das Image einer Marke entwerfen, um so die Jugendlichen davon zu überzeugen.

Mehr ist mehr

Es gibt einfach mehr von allem heutzutage, mehr Ware, mehr Marken, mehr Werbung. Alles ist schneller und neuer. Früher gab es das Fernsehen und einige Zeitschriften mit Werbung. Heute wird man auf Schritt und Tritt bombardiert mit Dingen, die man haben muss, damit man wichtiger, cooler, schöner ist.

Das Internet ist überflutet mit Blogs und Seiten, auf denen man sieht, was man gerade haben muss, womit man up to date ist. Jugendliche wachsen damit auf. Zu jeder Zeit gibt es Trends, die die Teenager mitmachen.

Unter Druck

Fragt man bei den jungen Leuten nach, so merkt man, dass es nicht viel anders ist als früher. Sie sind sehr mit sich und ihrem Aussehen beschäftigt, wollen mitreden können, gut bei Freunden ankommen. Doch wer will das nicht? Sicherlich ist durch die starke Mediatisierung der Druck größer geworden, mithalten zu können. Hinzu kommen all die neuen technischen Spielereien wie Handys, Laptops, Tablets, die jedes Jahr bessere, schönere Versionen auf den Markt bringen und die man dann auch unbedingt haben muss.

Maia Valente Sara vom CPOS erklärt: „Den Jugendlichen ist ihr Image äußerst wichtig. Sie vergleichen sich untereinander und sind auf der Suche nach einer eigenen Identität. Dadurch definieren sie sich stark über Normen, Schönheitsideale, die ihnen von den Medien ununterbrochen vorgesetzt werden. Marken spielen eine sehr große Rolle.“