LUXEMBURG
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Nationales Gesundheits-Laboratorium deckt verschiedene Missstände bei Tests auf

Phthalate, Nickel, Chrom, Blei: Im direkten Kontakt mit menschlicher Haut können zahlreiche Substanzen allergische Reaktionen oder gar Vergiftungen hervorrufen. Das für Qualitätsprüfung und Einhalten der Normen zuständige Institut (ILNAS) hat im Laufe des Jahres zusammen mit der Umweltverwaltung und dem Gesundheits-Laboratorium (LNS, „Laboratoire national de santé“) diverse Messkampagnen durchgeführt. Im Fokus stand dabei der Phthalat-Gehalt in Spielzeugartikeln, die Hautbelastung durch Nickel, der durch Schmuck übertragen wird, sowie die Konzentration von sogenanntem hexavalentem Chrom in Lederhandschuhen.

Kinderspielzeug aus Kunststoff

Phthalate sind sogenannte Weichmacher. Sie machen Kunststoff weich und verhindern den Bruch. Man findet sie in fast jedem Kunststoff-Material, meistens in geringen Mengen. Weichmacher können unter anderem Krebs erregend sein. Darüber hinaus stehen sie im Verdacht, gewisse hormonelle Vorgänge zu stören. In Geschäften des Großherzogtums wurden 51 Spielzeuge aus Kunststoff analysiert. Wie das LNS in einer Pressekommuniqué festhält, lagen in drei Fällen die Messwerte deutlich oberhalb der erlaubten Menge.

Lederhandschuhe und Modeschmuck

Bei den Lederhandschuhen musste es eine spezielle Chromvariante nachgewiesen werden, die bei ein bis drei Prozent der Bevölkerung zu Haut-Ausschlag führen kann. In den 15 verwirklichten Tests lagen alle Werte unterhalb des Grenzwertes. Da auch Nickel Hautprobleme verursachen kann, wurden 20 Billigschmuck-Artikel genauestens analysiert und auch hier wurden die Grenzwerte respektiert, unterstreicht das LNS in dem Kommuniqué.

Zurzeit werden die verschiedenen Artikel noch auf andere Schadstoffe hin untersucht. Die Resultate werden veröffentlicht, sobald sie vorliegen.