LUXEMBURG
LJ

Zahl der Drogenkonsumenten geht zurück

Wie aus dem gestern vom Gesundheitsministerium veröffentlichten nationalen Zustandsberichts über die Drogennutzung in Luxemburg (RELIS 2018) hervorgeht, ist der problematische Drogenkonsum im Großherzogtum weiter zurückgegangen.

Inhalieren statt spritzen

So wird geschätzt, dass die Zahl der problematisch eingestuften Drogenkonsumenten hierzulande im Jahr 2017 bei rund 2.200 gelegen hat, was einer Rate von 5,8 derartiger Drogenbenutzer auf 1.000 Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren entspricht; im Jahre 2000 lag diese Rate noch bei neun pro 1.000 Einwohner, was seinerzeit zu den höchsten Raten in der EU zählte.

Ein Rückgang ist ebenfalls beim Drogenkonsum durch Spritzen festzustellen, wo die entsprechende Rate von 5,7 pro 1.000 Einwohner im Jahre 2009 auf 3,8 pro 1.000 Einwohner im Jahre 2015 gesunken ist. Im Gegenzug hat der Konsum durch Inhalation zugenommen. Wie der nationale Drogenkoordinator Dr. Alain Origer in diesem Zusammenhang unterstreicht, würden inzwischen 54 Prozent der Konsumenten in den Drogenkonsumräumen ihre Drogen inhalieren, was eine Art des Konsums darstellen würde, die weniger gefährlich sei und indessen auch zu weniger Überdosen und Infektionskrankheiten führen würde.

Cannabis unter Minderjährigen noch immer am beliebtesten

Was nun das Durchschnittsalter der Drogenkonsumenten anbelangt, so ist dieses innerhalb der vergangenen zwölf Jahre um zehn Jahre angestiegen, und liegt aktuell bei 39 Jahren.

Von den 13- bis 18-Jährigen am meisten konsumiert wird indes immer noch Cannabis, das ja noch in dieser Legislaturperiode ab 18 Jahren legal erhältlich sein soll.
Es wird geschätzt, dass aktuell 17,1 Prozent der 15-Jährigen schon mindestens einmal in ihrem Leben Cannabis konsumiert haben; 2006 lag dieser Wert noch bei 22,6 Prozent.

Acht Drogentote im Jahre 2017

Aus dem Bericht hervor geht des Weiteren, dass die Zahl der Drogenabhängigen, die in den Hilfsstrukturen Unterstützung suchen, angestiegen ist. 2017 wurden mehr als 164.000 Kontakte gezählt, 2014 waren es deren „nur“ 131.000. Zugenommen hat auch die Anzahl der verteilten Spritzen, allein in 2017 waren es deren 437.946.

Rückläufig war indes die Zahl der HIV-Übertragungen unter Drogenkonsumenten , nachdem sie zwischen 2014 und 2016 zugenommen hatte.

Abgenommen hat ebenfalls die Zahl der durch eine Überdosis gestorbenen Drogenkonsumenten. Acht Menschen starben 2017 an einer Überdosis; im Jahre 2000 lag die Zahl der Drogentoten noch bei 26.


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