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Kinos im Saarland und in Rheinland-Pfalz leiden stark unter der Corona-Krise

Die Umsätze und die Besucherzahlen der saarländischen Kinos sind während der Corona-Krise stark zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2020 hat sich die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert, wie aus am Freitag veröffentlichten Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht. Von Januar bis Juni besuchten knapp 214.000 Menschen die Lichtspielhäuser im Saarland. Im Vergleichszeitraum 2019 waren es noch mehr als 456.000 Besucher gewesen. Auch der Umsatz ging stark zurück, von rund 3,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 auf rund 1,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2020.

Die Kinos in Saarland waren während des sogenannten Lockdowns mehrere Monate geschlossen. Erst im Mai hatten die Lichtspielhäuser wieder öffnen dürfen. Viele Kinos blieben dennoch zunächst geschlossen. Die Beschränkungen wegen der Pandemie erlauben nur, einen Teil der Sitzplätze zu belegen, was sich für die Betreiber nicht immer auszahlt.

Besucherzahlen im Jahresvergleich halbiert

Die Zahl der Spielstätten im Saarland blieb unverändert bei 16, die Zahl der Leinwände sank leicht von 67 auf 64.

Auch in Rheinland-Pfalz hat sich im ersten Halbjahr 2020  die Zahl der Besucher und der Umsatz in den Kinos mehr als halbiert. Insgesamt besuchten von Januar bis Juni 2020 etwas mehr als eine Millionen Menschen die Lichtspielhäuser im Bundesland. Im selben Zeitraum 2019 waren es noch etwas mehr als 2,2 Millionen Menschen gewesen. Die Umsätze sanken im gleichen Zeitraum um 54,3 Prozent von 19,7 Millionen Euro auf etwas mehr als 9 Millionen Euro.  

Die Kinos in Rheinland-Pfalz waren während des sogenannten Lockdowns mehrere Monate geschlossen. Erst im Mai hatten die Lichtspielhäuser wieder öffnen dürfen. Die Beschränkungen wegen der Pandemie erlauben nur, einen Teil der Sitzplätze zu belegen.

Eine Pleitewelle unter Kinobetreibern lässt sich aus den Zahlen der FFA allerdings nicht ablesen. Demnach stieg die Zahl der Kinostandorte im ersten Halbjahr sogar von 46 auf 48 und die Zahl der Leinwände von 219 auf 228. Die Filmförderungsanstalt hatte jedoch bereits bei der Veröffentlichung der Bundeszahlen am Dienstag gewarnt: Die Statistiken täuschten, viele Kinobetreiber kämpften derzeit um ihre Existenz. Die wirklichen Auswirkungen der Pandemie auf die Kinolandschaft würden erst in den kommenden Monaten sichtbar werden.