CLAUDE KARGER

Schluss. Aus. Sense. „Ich habe kein Alkoholproblem! Es reicht jetzt! Ich möchte Kommissionspräsident werden, man sollte sich mit den inhaltlichen Vorschlägen beschäftigen die ich machen will - und mich mit Dingen in Ruhe lassen die nicht stimmen“, sagte der Chef der größten Luxemburger Oppositionspartei am Montag ungehalten in die ZDF-heute-Kamera, die auch noch einen bayrischen CSU-Spitzeneuropäer einfing: „Er meinte hier würde schmutzige Wäsche aus Luxemburg in europäischen Waschmischen gewaschen“, berichtete wort.lu offenbar ein wenig zu zügig über den Einwurf. Ob die europäischen „Waschmischen“ am Ende rein waschen, bleibt abzuwarten. Einen Schongang haben sie ganz sicher nicht. Eine Ex-CSV-Präsidentin bloggt derweil entrüstet, dass Junckers Person vorrangig von der Presse „mit System und ohne ersichtlichen Grund“ diskrediert werde. Und zieht einen kuriosen Vergleich: „Strauss-Kahn wurde in keiner Weise die Befähigung zu dem Spitzenjob beim IWF abgesprochen. Hätten sich nicht Frauenverbände in der Welt dagegen gewehrt, seine Sexbesessenheit wäre als Kavaliersdelikt in der Schublade verschwunden“... Mit einem hat sie allerdings Recht: „das Fell des Bären sollte nicht verkauft werden, bevor der Bär geschossen wurde“. Weder hat die EVP bislang einen Spitzenkandidaten, noch die Europawahl gewonnen. Der Schleudergang läuft noch.