LUXEMBURG
JACQUELINE KIMMER

Drei neue Haltestellen der Tram ihrer Bestimmung übergeben

Die Tram ist inzwischen auf der „Stäreplaz“ angekommen: Mit dem Durchtrennen des in der Allée Scheffer gespannten Trikolorebändchens wurden gestern Morgen die drei neuen Haltestellen - „Theater“, „Faïencerie“ und „Stäreplaz“ - im Beisein zahlreicher Persönlichkeiten ihrer Bestimmung übergeben. Beim anschließenden Empfang meinte François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, der Generaldirektor von Luxtram André Von Der Marck habe zweifelsohne „ein Händchen für Extreme“. Bei der Einweihung der Tram auf Kirchberg am vergangenen 10. Dezember „lag Schnee und es war eisig kalt, heute ist eine Hitze um 40 Grad Celsius“, sagte der Minister. Nun sei die Tram im Stadtkern angekommen, dies noch vor Beginn der „Schueberfouer“ , vorüber sich Bausch besonders freute, da die Tram seiner Meinung nach „der Star der diesjährigen ,Fouer‘ sein wird“. Ferner teilte der Minister mit, dass ab dem kommenden 15. September ein sogenannter „Pôle d‘échanges“ (Busbahnhof) am „Stäreplaz“ funktionieren werde. Bis dahin verkehrt die Tram kostenlos auf der gesamten Strecke vom Kirchberg bis zum „Stäreplaz“ und zurück.

Bis Mitte September: Gratis Tram fahren

Nach Bürgermeisterin Lydie Polfer werden die Tram und der „Pôle d’échanges“ am „Stäreplaz“, der ab Mitte September funktionieren soll, es erlauben, dass eine Reihe von RGTR-Bussen hier ihre Endstation haben werden. Die Tram passe sich „wunderbar ins Stadtbild ein“ und aus dieser Überlegung heraus sei es so wichtig, dass die Tram im Stadtzentrum (ab der „rout Bréck“ bis zum Bahnhof) ohne Oberleitung verkehre. Mit Nachdruck wies sie auf die gute Zusammenarbeit der Luxtram mit den zuständigen Dienststellen des Staates und der Stadt Luxemburg hin. Die nächste Etappe, die es nun zu bewältigen gelte, wäre die Tram gut bis zum Bahnhof zu bringen, wo man 2020 ankommen wolle.

Luxtram-Generaldirektor André Von Der Marck erinnerte daran, dass die am 10. Dezember 2017 eingeweihte Tram täglich von 17.000 Kunden genutzt wird. Einer TNS-IlRES-Umfrage zufolge sind 90 Prozent der Tram-Kunden mit dem Angebot zufrieden. Derzeit sind 96 Personen bei der Luxtram beschäftigt. Bis 2020, wenn die Tram am hauptstädtischen Bahnhof ankommen soll, will die Gesellschaft noch zusätzliche Tram-Fahrer einstellen. Die beiden Herausforderungen, die sich dem Tram-Bau auf seinem Weg durch die Hauptstadt bislang stellten, sprich: die Fahrt über die „rout Bréck“ und am Theater am Rond Point Schuman vorbei, konnten dank der Zusammenarbeit aller betroffenen Stellen mit Bravour gemeistert werden, meinte Von Der Marck.

Am Rande

Aufgrund der seit Monaten festgefahrenen Verhandlungen für einen Kollektivvertrag bei Luxtram S.A. hatten der FNCTTFEL Landesverband und der OGB-L gestern zu einem Protestpiquet auf dem Glacis aufgerufen. Der aktuelle Situation der bei Luxtram Angestellten ist nach Meinung der Gewerkschaften „innerhalb des öffentlichen Transportes völlig inakzeptabel und stellt sich als eine Form von Sozialdumping gegenüber von CFL, AVL und TICE dar“.