JACQUES DAHM

Seit nunmehr 30 Jahren hilft die asbl „Eng Bréck mat Lateinamerika“ armen Bauern in verschiedenen Ländern Südamerikas. Gründer der Vereinigung war Abbé René Fisch, der die Misere vor allem der armen Landbevölkerung in Peru ein wenig lindern wollte. Mittlerweile hat die asbl rund 260 Projekte unterstützt, von denen einige derzeit in einer Ausstellung im Diekircher Geschichtsmuseum zu sehen sind. Jacques Dahm ist seit 1995 Präsident der Vereinigung. Er gibt Einblick in die Tätigkeit der asbl und erklärt, weshalb sie heute immer noch gebraucht wird.

„Die Grundidee der asbl war und bleibt, auch die arme Landbevölkerung in Ländern wie Peru, Bolivien, Ecuador, Mexiko, Kolumbien oder El Salvador zu befähigen, ihre Lebensbedingungen selbst ein wenig besser zu gestalten. Sie müssen sich vorstellen, dass der Ackerbau in den Anden auf mehr als 3.000 Metern Höhe eine wahre Herausforderung ist. Die Irrigation ist alles andere als einfach und es braucht nur ein paar Wetterkapriolen, damit die Ernte verhagelt wird und der Hunger umgeht. Erst vor einigen Tagen noch zerstörten Hagelstürme die Pflanzungen in einer der Regionen, in denen wir tätig sind, völlig.

Die Probleme waren vor 30 Jahren die gleichen wie heute. Den Wirtschaften der Länder Südamerikas mag es ein wenig besser gehen und der Wohlstand statistisch gesehen steigen, aber diese Entwicklung kommt in den Bergen nicht an. Und die Armut treibt immer noch Hunderttausende in die Großstädte, wo sie meist am Ende noch schlechter leben können als vorher.

Unser Ziel ist deshalb, den Bevölkerungen auf dem Land zu zeigen, wie sie ihre Ernten steigern und ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern können. Die ersten Projekte von ‚Eng Bréck mat Lateinamerika‘ waren denn auch agronomischer Natur. Wie sichert man die Wasserzufuhr, wann sät man am besten, wie konserviert man die Ernte? Mit unseren Partnern vor Ort konnten wir Tausende ausbilden, um diese Herausforderungen besser zu meistern. Wenn sich das Projekt von selbst trägt, ziehen wir uns zurück und investieren woanders in ein neues. Zwischenzeitlich haben wir auch eine Reihe von sozialen Projekten gefördert. Und zum Beispiel ein Haus für misshandelte Frauen aufgebaut, das ihnen die Möglichkeit gibt, für den eigenen Unterhalt und jenen ihrer Kinder zu sorgen, oder auch ein Internat. Momentan betreuen wir ein Dutzend Projekte in Peru und Bolivien. Darunter auch welche, die den Agrotourismus fördern. Das touristische Interesse für die wundervollen Gegenden am Rande der alten Inkastraßen steigt nämlich.

Wer sich ein Bild davon machen will, wie die Menschen dort leben, den lade ich herzlich zu einem Besuch unserer Ausstellung in Diekirch ein. Und Spenden sind natürlich willkommen. Denn sie werden nach wie vor dringend gebraucht.“

Mehr zum Thema: www.cercle.lu/ong/eng-breck-mat-latainamerika / Spendenkonto: CCP LU04 1111 0883 0535 0000