LUXEMBURG
JEFF GANGLER

Für eine bessere Busanbindung der Region Naturpark Obersauer für Pendler, Grenzgänger und Tagesausflügler an den Stausee im Rahmen der RGTR-Reform spricht sich die Petition 1506 aus, die nach einer Unterbrechung noch bis 21. Mai unterzeichnet werden kann. Jeff Gangler, der die Petition in seinem persönlichen Namen gestartet, ist auch Schöffe der Gemeinde Bauschleiden im Nordwesten des Landes. Wie genau diese verbesserte Anbindung aussehen soll und welche Vorzüge er sich dadurch erwartet, erklärt Gangler nachfolgend.

„Mit dieser Petition soll die Busverbindung in der Region Naturpark Obersauer im Rahmen der RGTR-Reform verbessert werden. Zu diesem Zweck soll eine neue Express-Buslinie Pendler und Grenzgänger binnen einer Stunde von einem zukünftigen Park&Ride auf dem ,Hareler Poteau‘ zum Umsteigeknotenpunkt ,Stäreplaz‘ in der Hauptstadt bringen (Variante Stausee West). Die Expresslinie 903 (Stäreplaz-Rachlingen-Arsdorf) soll indes bis auf Bonnal (Stausee Süd) verlängert werden. Die Buslinie 802 (Bauschleiden-Colmar Usines) soll erhalten bleiben und vom ,Hareler Poteau‘ aus bis in die Aktivitäts- und Industriezone Bissen/Colmar-Berg führen. Dann soll ebenfalls eine Buslinie das belgische Arlon über Bauschleiden mit Wiltz verbinden und dabei auch verschiedene Gewerbe- und Industriezonen bedienen.

Auf diese Weise könnten gleich mehrere Ziele erreicht werden. Der Naturpark Obersauer würde von vier Seiten mit dem Bus erreicht werden können. So wäre es möglich, in Zukunft mit Elektrobussen binnen einer Stunde von der Place de l’Étoile in diese atemberaubende Region zu gelangen. In Zeiten, in denen ,Vakanz Doheem‘ wieder an Bedeutung gewinnt und sanfter Tourismus gefördert werden soll, wäre es von großer Symbolik, in Zukunft emissionsfrei mit dem Bus bis an den Stausee fahren zu können. Auch die längeren Fahrtzeiten der Expresslinien bis 01.00 nachts würden die Attraktivität der Region stärken.

Man muss auch bedenken, dass die Stauseeregion mit ihrer hohen Lebensqualität und ihrem noch erschwinglichen Wohnraum sowie durch große Baulandprojekte staatlicher Bauträger in Zukunft weiter wachsen wird. Eine Weiterführung der Expresslinien – in Kombination mit einem Umsteigeparkplatz auf dem ,Hareler Poteau‘ - würde zukünftig zu einer Verkehrsreduzierung in der Region führen. Gleichzeitig besteht nach den jetzigen Plänen zur Umgestaltung des Überlandbussystems das Risiko, dass man je nachdem bis zu zwei Stunden auf den Anschlussbus warten muss, um beispielsweise nach der Arbeit von den Endhaltestellen der Expresslinien aus weiter nördlich zu gelangen. Und medizinische Kompetenzzentren, verschiedene staatliche Behörden und Freizeitangebote im kulturellen und sportlichen Bereich sind nach wie vor in der Hauptstadt konzentriert. Wenn aber kein einfaches und schnelles öffentliches Verkehrsmittel zur Auswahl steht, dann bleibt keine Alternative zum Pkw.

Die vorgeschlagenen Linienführungen würden ebenfalls die wichtigen Verbindungen nach Mersch via Reichlingen (Gemeinde Redingen) und mit einer neuen Transversallelinie nach Arlon gewährleisten und insgesamt den Zugang zu verschiedenen Ausbildungsorten, zur Weiterbildung und dem Arbeitsmarkt verbessern.“

Weitere Informationen unter stausei.lu - Link zur Petition: tinyurl.com/Petition1506