LUXEMBURG
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Luxemburger Imker konnten bis zu 30 Kilo Honig pro Volk verbuchen

Mit dem so genannten Abschleudern schlossen die Imkerinnen und Imker jetzt die diesjährige Honigernte in Luxemburg.

Nach geringen Überwinterungsverlusten im Frühjahr waren bis Anfang Juli durchschnittliche, bzw. in einigen Regionen überdurchschnittliche Honigerträge zu verzeichnen. Die Imker zeigen sich zufrieden mit dem Ergebnis und konzentrieren sich nun auf die Bekämpfung der Varroa-Milbe, einen Bienenparasiten, der die Bienenvölker nachhaltig schädigen kann.

Die schönen Sommertage nutzten nun die Luxemburger Imker, um die letzten Honigwaben aus den Bienenvölkern zu nehmen. Mit dem so genannten Abschleudern wird zum letzten Mal im Jahr der Honig geerntet.

Nach spärlichen Erträgen in den Vorjahren (2016 und 2017) können die Imker dieses Jahr durchschnittliche bis teilweise deutlich überdurchschnittliche Erträge von rund 30 Kilo pro Volk verbuchen.

Erträge schwankend

Dabei sind die Erträge relativ schwankend, je nach Region und Bienenvolk. Dazu führt Jean-Paul Beck, Präsident vom „Lëtzebuerger Landesverband fir Beienzuucht“, aus: „Im Schnitt wird in Luxemburg zwei- bis dreimal geschleudert. In diesem Jahr kam das Frühjahr überraschend zeitig und hat uns gute Erträge aus der Obstblüte beschert, teilweise mit bis zu 15 Kilo pro Volk. Auch der Ertrag aus der Akazie war zufriedenstellend.“

Beck erklärte weiter, dass es insgesamt auch für die Königinnenzucht ein gutes Jahr gewesen sei. Seit rund 20 Jahren bemühen sich die Luxemburger Imker, ihre Bienen züchterisch zu verbessern und sie besser an die Gegebenheiten anzupassen. Ein Ziel ist dabei die Züchtung einer Biene, die gegenüber der Varroa-Milbe resistent ist. Die Varroa-Milbe trägt zu erheblichen Überwinterungsverlusten bei.