LUXEMBURG
DANIEL OLY

Die Universität Luxemburg begleitet Studierende bis zum Arbeitsalltag

Nach dem Studium gleich in der Arbeitswelt durchzustarten ist schwer - aus diesem Grund engagiert sich die Universität Luxemburg seit Jahren zusammen mit dem Jobportal Moovijob und in Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaft dafür, dass den ausgehenden Studierenden möglichst viel Spielraum bei der Jobwahl geboten wird. Eine Kombination aus breit aufgestelltem Betreuungsangebot und einer gut integrierten Job-Plattform soll für Erfolge sorgen.

Vermittlerfunktion

Dabei habe man die spezifische Ausbildung in den Vordergrund gerückt, um „den Studierenden eine einfachere Jobsuche zu ermöglichen“, so Prof. Dr. Eric Tschirhart, Vize-Rektor der Universität, während einer Pressekonferenz am gestern Morgen. Um diese angesprochene, spezifische Ausbildung zu ermöglichen, arbeite man eng mit den Firmen selbst zusammen, um die Studenten mit Praktika und anderen Einstiegsmöglichkeiten in die Branche zu versorgen. „Die Studenten werden begleitet“, so Tschirhart. Die Universität handle also gewissermaßen selbst als Vermittler zwischen den Unternehmen und den Studierenden.

Um die abgehenden Studenten besser auf die Arbeitssuche vorzubereiten bietet die Universität im Rahmen ihres „Pass Carrières“-Programm eine Reihe von Workshops an, in denen unter anderem korrekte Lebensläufe, ein besserer Umgang mit der gängigen Computersoftware Microsoft Office oder Sprach- und Verhaltenstrainingseinheiten vorgestellt und trainiert werden. Das Ziel: Ein „sichereres Auftreten bei Vorstellungsgesprächen“ oder Präsentationen und eine „bessere Integration in die Arbeitswelt“ seien dadurch erleichtert, so Romain Raux, seines Zeichens Conseiller d‘orientation professionelle der Universität. Das Angebot werde auch sehr aktiv von den Studierenden genutzt, Absolventen würden daher mittlerweile auch mit Zertifikaten für einen erfolgreichen Abschluss für den Erwerb einer „besonderen Fähigkeit“ ausgezeichnet.

International gut gestellt

Tschirhart wurde denn auch nicht müde zu erwähnen, dass Luxemburgs Akademiker denn auch zu großen Teilen erfolgreich vermittelt werden können: Laut einer eigens in Auftrag gegebenen Umfrage unter Absolventen sagten nur rund zehn Prozent aus, momentan auf der Arbeitssuche zu sein - der überwältigende Rest befand sich entweder bereits auf einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz oder stand kurz davor, eine professionelle Arbeit aufzunehmen. Damit sei man im direkten Vergleich mit der Großregion besonders gut aufgestellt und ungefähr auf demselben Niveau wie die Studierenden in der Schweiz. Damit das so bleibt, wurde an der Internet-Kommunikationsplattform „job4students.uni.lu“ weiter gefeilt. Hier können Studenten weiterhin Jobangebote von Firmen einsehen, ihren Lebenslauf einstellen und darauf hoffen, von Unternehmen direkt kontaktiert zu werden. Unternehmen selbst sehen dabei direkt, welche Fachkräfte zur Zeit von der Uni abgegangen und verfügbar sind. Informatik-Studenten der Universität selbst hatten der Website jüngst einen aktuelleren, moderneren Look verpasst.

Jährliche Messe

Gemeinsam gestaltet man nun die alljährliche Jobmesse „univareers.lu“, die dieses Jahr zwar wie gewohnt am 26. September, dafür aber nicht mehr auf dem Messegelände Kirchberg, sondern auf dem LuxCongress-Zentrum neben der Philharmonie statt finden wird. Absolventen und Interessenten aus Luxemburg und der Großregion werden erwartet, wenn sich mehr als achtzig Unternehmen vorstellen und sieben Stunden lang von 10.00 bis 17.00 um die Gunst der jungen Arbeitswilligen buhlen werden.

Die Aussteller, die teilweise auch grenzübergreifend aus der Großregion anreisen werden, werden dabei in Fachbereiche (unter anderem ICT, Verwaltung oder Recht) eingeteilt, um das Angebot besser auf die Studierenden zuzuschneiden.


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