BARTRINGEN
IZ/VOLVO

Minister Bausch präsentiert Bus-Schnellladestation in Bartringen

Weniger Lärm- und Abgasbelastung: Am Dienstag stellte Nachhaltigkeitsminister François Bausch in Bartringen die erste Bus-Schnellladestation für Elektrobusse und Elektro-Hybridbusse vor.

Diese Busse mit kombiniertem Elektro- und Dieselantrieb stammen von der Volvo Bus Cooperation, mit der das Unternehmen Siemens bei Elektrobus-Systemen kooperiert, und fahren auf der Strecke 26 (RGTR 226) über Bartringen via Leudelingen und Cloche d’Or nach Hesperingen. Die Infrastruktur wurde vom Staat finanziert und von der „Administration des ponts et chaussées“ sowie dem Unternehmen ABB bereitgestellt.

80 Prozent weniger Verbrauch

Der Elektromotor der Busse hat eine maximale Leistung von 150 Kilowatt und wird über eine Lithium-Ionen-Batterie im Bus versorgt. Die Schnellladestationen an den Endhaltestellen laden den Akku innerhalb von sechs Minuten wieder auf. Ein vollgeladener Bus kann nach offiziellen Angaben bis zu sieben Kilometer rein elektrisch fahren. Elektrobusse und Elektro-Hybridbusse senken die Lärm- und Abgasbelastung im Stadtverkehr deutlich.

Für die von Siemens und Volvo konzipierten Systeme mit den Elektro-Hybrid-Bussen Volvo7900 belegte eine einjährige Testphase, dass der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu Dieselbussen um rund 80 Prozent sinkt. Durchschnittlich 70 Prozent der Strecke konnte der Bus im Elektrobetrieb, also leise und komplett abgasfrei zurücklegen. Die Ladestation besteht aus einem Netzanschluss mit Stromrichter und Transformator sowie einem Lademast mit Kontaktarm. Sobald der Bus an die Ladestation kommt, wird über WLAN eine Verbindung hergestellt, der Bus identifiziert und die Anforderungen des Batteriemanagementsystems abgefragt. Sensoren überprüfen die korrekte Position des Busses. Sobald der Busfahrer die Handbremse anzieht, senkt sich ein sogenannter Pantograf - also der Stromabnehmer - aus dem Ladearm zum Busdach und lädt mit 150 Kilowatt Leistung den Akku innerhalb von sechs Minuten vollständig auf.

Gesamte Ladeinfrastruktur in Station

Der Busfahrer bekommt den aktuellen Ladezustand der Batterie angezeigt und kann das Aufladen beenden, indem er einfach die Handbremse löst. Ist die Batterie voll, endet der Ladevorgang automatisch.

Der Vorteil der neuen Technik liege darin, dass fast die gesamte Ladeinfrastruktur in der Station untergebracht ist, wie betont wurde.

Am Bus selbst müssen nur eine WLAN-Kommunikationsbox und zwei parallele Leichtbau-Kontaktschienen montiert werden. Das spart im Vergleich zu Lösungen, bei der Bus über einen Pantografen verfügt, deutlich an Gewicht. Die Ladestationen können zusätzlich zu ihrer Position an den Endpunkten einer Buslinie auch an Haltestellen entlang der Strecke installiert werden, um noch mehr elektrische Energie bereitzustellen.

http://electrichybrid.volvobuses.com/de