LUXEMBURG
MARCO MENG

Luxemburgs Produktionssektor ist eines der größten Sorgenkinder

Die Krise ist noch nicht vorbei. Das wird nur allzu sichtbar in den Zahlen, die gestern die europäische Statistikbehörde Eurostat vorgelegt hat. Vor allem Luxemburg bereitet Grund zur Sorge. Den amtlichen Zahlen nach ist im Euroraum die Industrieproduktion im September im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent gesunken - stärker als erwartet worden war. Einziger Wermutstropfen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Industrieproduktion im Euroraum um 2,2% und in allen 28 EU-Staaten zusammen um 1,7% an.

In Luxemburg allerdings sieht es düster aus: Hier ging sowohl im Monats- als auch im Jahresvergleich die Produktion zurück, und zwar deutlich mit einem Minus von 4,1% im Vergleich zum August diesen Jahres und -4% im Vergleich zu 2012. Luxemburg gehört demnach zu den Ländern, in denen die Industrieproduktion am stärksten zurückging, sicherlich auf den schwachen Stahlsektor und die darniederliegende europäische Autoproduktion zurückzuführen.

Auch Frankreich schwächelt sehr

Im Vergleich zum Vormonat August war vor allem in Portugal mit einem Minus von 11,2% die industrielle Produktion stark eingebrochen, gefolgt vom Großherzogtum. Auf Jahressicht gesehen verzeichneten die stärksten Rückgänge neben Luxemburg das neue EU-Mitglied Kroatien (-3,9%) und Italien (-3,0%). Während in der größten EU-Volkswirtschaft Deutschland die Industrieproduktion von August aus September um 0,8% abnahm, im Vergleich zu 2012 aber 1,3% zulegen konnte, sieht es in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft bedeutend kritischer aus: Frankreich gehört neben Luxemburg zu den wenigen Ländern, in denen sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch zum Vorjahr die Industrie schrumpfte: Um 0,4 beziehungsweise 0,2%. Den größten Zuwachs verbuchte Irland mit 2,9 Prozent im Monatsvergleich und ganzen 11,7% in Relation zum September 2012.