LUXEMBURG
JK

Arend Herold tritt Nachfolge von Camille Kerger an

Das INECC Luxemburg („Institut Européen de Chant Choral“) hat einen neuen Direktor: Der 41-jährige Arend Herold, bislang Manager des Kammerorchesters „Estro Armonico“ übernimmt die Leitung des INECC und tritt somit die Nachfolge von Camille Kerger, der seine Rechte auf den wohlverdienten Ruhestand geltend machte, an des Spitze des Institutes an. In seiner neuen Funktion ist Herold verantwortlich für die Programmgestaltung, die Verwaltung und die Finanzen des INECC.

Das Interesse am Chorgesang zu wecken, Kinder für den Gesang zu sensibilisieren sowie künftige Chordirigenten auszubilden - das sind die Kernaufgaben des INECC. Mit seinem umfangreichen Erfahrungen aus Musik. Oper, Theater, Tanz, Kunst und Jugendarbeit ist Arend Herold nach Meinung des Präsidenten des INECC Luxemburg, Jean-Marie Kieffer, „bestens aufgestellt, um Institutionen übergreifendes Arbeiten zu stärken und interdisziplinäre Projekte zu initiieren“.

Partizipative Angebote undleichte Anpassungen

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit will Herold auf partizipative Aktivitäten legen. So soll es künftig beim INECC „partizipative Angebote ohne regelmäßige Teilnahmeverpflichtung“ geben. Durchgeführt werden auch „öffentlichkeitswirksame Aktionen“ wie eine Serie von Kurzkonzerten (Dauer: 20 bis 25 Minuten) zum Bach-Geburtstag am 21. März, ähnlich der internationalen Organisation „Bach in the Subways“. Darüber hinaus wird das INECC seine Aktivitäten im Bereich der populären Musik (Pop, Rock, HipHop, Metal, Jazz, Musical, Chansons ….) ausbauen.

Leichte Anpassungen soll es Herold zufolge „bei verschiedenen Konzepten, die jahrelang gut funktioniert haben, jetzt aber mit abnehmendem Interesse des Publikums zu kämpfen haben“ geben. Die traditionelle „Lidderfouer“ wird zusammen mit dem „UGDA-Sängerdag“ organisiert werden, das „Lëtzebuerger Lidder“-Konzert wird aufgepeppt mit neuen Stücken für Kinder der jungen Rap-Truppe „Rapzodi“. „Diese Neuerungen revolutionieren nicht das Angebot des INECC“, sagt Arend Herold. Es handele sich vielmehr „um einem organischen Verjüngungsprozess, der auf die Anforderungen von heute eingeht und das INECC Luxemburg fit macht für das nächste Jahrzehnt“.
Das „Institut Européen de Chant Choral“ (INECC) wurde 1992 von Pierre Cao gegründet, um das Chorwesen in Luxemburg zu stärken,, Chordirigenten auszubilden und länderübergreifende Projekte zu organisieren. Mit spezialisierten Workshops treibt das INECC die Professionalisierung des Chorbereichs an. Zu den weiteren Missionen gehört die Förderung des luxemburgischen Chorrepertoires und Arrangements bestehender Stücke. Seit seiner Gründung engagiert sich das INECC in Schulen und bei der Weiterbildung des Lehrpersonals. Dank der Unterstützung des SCRIPT („Service de coordination de la recherche et de l’innovation pédagogiques et technologiques“) des Erziehungsministeriums konnte dieser Bereich stark ausgebaut werden. Unter Camille Kerger, der über lange Jahre das „Gesicht“ des INECC war, erweiterte sich der Aufgabenbereich um soziale Projekte wie Singkreise in Altersheimen, den Flüchtlings-Chor „Home Sweet Home“, Singen mit Obdachlosen und vieles mehr.