LUXEMBURG
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Große Sensibilisierungsaktion im Rahmen der Kampagne „Rethink your clothes“

Im Rahmen der Kampagne „Rethink your clothes“ fand gestern in der Mittagsstunde die erste Sensibilisierungsaktion für die Öffentlichkeit am Place d’Armes statt. Organisiert wurde die Aktion, die in Anwesenheit von Romain Schneider, Minister für soziale Sicherheit, Entwicklungshilfe und Humanitärfragen, stattfand, von „Fairtrade Lëtzebuerg asbl“ und der „Fondation Caritas Luxembourg“.

Der Tag des 24. April war bewusst für diese Aktion zurückbehalten worden, denn an diesem Tag wird an die Katastrophe des „Rana Plaza“ erinnert. Vor fünf Jahren, am 24. April 2013, war das „Rana Plaza“ , ein Gebäude von acht Stockwerken in Savar, in den Vororten von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch, in dem mehrere Herstellungsateliers von Kleidern eingerichtet waren, zusammengestürzt. 1.00 Personen ließen bei dieser Katastrophe ihr Leben, weitere 2.500 Personen wurden verletzt.

Ziel des gestrigen Aktion war es, die Öffentlichkeit Luxemburgs auf die Probleme des Textilsektors aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass es Alternativen zur sogenannten „Fast Fashion“ gibt, die es den Verbrauchern erlauben, die Textilarbeiten zu unterstützen, beim Umweltschutz mitzumachen und so zu einer gerechteren und faireren Welt beizutragen.

Die Ende März 2018 von Minister Romain Schneider zusammen mit „Fairtrade Lëtzebuerg asbl“ und der „Fondation Caritas Luxembourg“ gestartete Kampagne „Rethink your clothes“ zielt darauf ab, die Öffentlichkeit mit den Herausforderungen der Textilindustrie vertraut zu machen und die Arbeitsbedingungen der Baumwollproduzenten und der Arbeiter und Arbeiterinnen in der Textil- und Bekleidungsindustrie zu verbessern.

Weltweit arbeiten rund 60 Millionen Menschen in der Textil- und Kleidungsindustrie, „oft unter schlechten Bedingungen und teilweise im Verbund mit Kinderarbeit“, wie Schneider bei der Vorstellung der Kampagne festhielt. Um wirklich etwas zu bewegen, müssten neben den Herstellern selbst vor allem die Kunden mehr einbezogen werden. „Wir konzentrieren uns deshalb auf Sensibilisierungs- und Aufklärungskampagnen, damit Käufer besser verstehen, dass alternative Produkte und Upcycling für Kleidung auch weiter ein Thema sind“, sagte der Minister.