An der „nei Bréck“, wie die „Pont Adolphe“ im Volksmund genannt wird, werden derzeit aufwändige Renovierungsarbeiten durchgeführt. Zusammen mit Infrastrukturminister François Bausch stattete Großherzog Henri der Riesenbaustelle im Herzen der Hauptstadt gestern Vormittag einen Besuch ab, um sich vor Ort über den Ablauf der Sanierungsarbeiten an der Brücke, die den Namen seines Ur-Ur-Großvaters, Großherzog Adolphe, trägt, zu informieren. Die Instandsetzung der 1903 eingeweihten Brücke war notwendig geworden, da 1996 Risse in der Steinbogenbrücke über das Petrusstal festgestellt worden waren. Bis vor kurzem waren die Bauarbeiter damit beschäftigt, die Steine bis zu den Brückenbögen einzeln abzutragen. Die Steine wurden nummeriert und dann gelagert, um bis Mitte des kommenden Jahres wieder eingebaut zu werden. Darüber hinaus werden die Steine in den Brückenpfeilern gereinigt und von Schmutz und Streusalz-Resten befreit.
Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten (Mitte bis Ende kommenden Jahres) wird die „nei Bréck“ über zwei 2,42 Meter breite Bürgersteige, zwei 3,15 Meter breite Fahrbahnen für den Autoverkehr sowie eine 6,60 Meter breite Trasse für die Trambahn verfügen. Da diese Konstellation keine Platz für Radfahrer auf der „nei Bréck“ lässt, hat sich die Regierung zusammen mit der Stadt Luxemburg im Dezember vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, eine so genannte „schwebende Fahrradbrücke“ unterhalb der renovierten Brücke einzurichten. Die vier Meter breite und 3,80 Meter hohe Fahrradbrücke, eine Konstruktion aus Leichtmetall, die selbstverständlich auch von Fußgängern benutzt werden kann, führt zwischen den beiden Brückenbögen der „nei Bréck“ hindurch. Auf einer Länge von 154 Meter wird diese „schwebende Brücke“ über Drahtseile in der Fahrbahndecke der „Pont Adolphe“ verankert. Der Zugang erfolgt auf beiden Seiten der Brücke durch Licht durchflutete Galerien. Die Kosten belaufen sich auf 6,2 Millionen Euro.





