BERLIN
DPA/LJ

Auch 2020 wird es wieder neue Emojis geben

Da gibt es doch nichts mehr, was es nicht schon gibt! Zu diesem Schluss könnte man kommen, wenn man sich durch die unzähligen Emojis auf dem Smartphone wischt, immerhin sucht man manchmal ganz schön lange nach dem passenden kleinen Bildchen, wenn es sich nicht schon in der Favoritenliste befindet. Doch weit gefehlt. Ein Glas Bubble Tea, die gute alte Holzleiter, sogar eine Saugglocke für sanitäre Notfälle. Das hat uns gerade noch gefehlt - ganz offensichtlich. Denn dies sind nur drei Beispiele von insgesamt 117 neuen Emojis, die das zuständige Unicode-Konsortium 2020 auf Smartphones und Co loslässt. Das geht aus einer Ankündigung der Organisation hervor, die sich eigentlich primär um einheitliche Schriftzeichen kümmert.

Die neuen Emojis teilen sich in zwei Kategorien auf. Die eine zählt 62 noch nie da gewesene Zeichen wie etwa der lachende Smiley mit Träne im Auge, ein Pickup-Truck sowie die Transgender-Flagge. Besonders ersterer erlebte bereits auf den sozialen Medien einen Hype: Unzählige Influencer deuteten auf den lachenden Smiley mit Träne im Auge hin. Irgendwie ist er tatsächlich für so manche Situation, in der man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, richtig passend.

Für Leute, die gerne ihr Essen auch in Form eines Emojis mit ihren Mitmenschen teilen, wird es in den kommenden Monaten sogar ein komplettes Fondue-Set mit Caquelon, Spießen und einem Rechaud, in dem sogar eine Flamme lodert, geben. Textilbegeisterte dürften sich über die neue Nähnadel mit Faden ebenso freuen wie Chirurginnen und Chirurgen.

Noch gleichberechtigter

Bei der zweiten Kategorie, die 55 neue Zeichen umfasst, handelt es sich um Varianten bestehender Emojis, die es nun mit neuen Hauttönen oder vermehrt geschlechter-inklusiv gibt. Beispiele sind hier etwa eine Frau als Bräutigam oder ein Mann, der einem Baby das Fläschchen gibt.

Ideen für neue Emojis kann jeder beim Unicode-Konsortium einreichen, muss seinen Vorschlag aber gut begründen. Und Achtung: Es muss auch ein Design abgegeben werden, wie das Emoji aussehen könnte. Auf diesem Weg - und unter Beteiligung des Software-Ingenieurs Frederik Riedel aus Deutschland - ist auch der Eisbär als Symbol des Klimawandels in das Set der neuen Emojis aufgenommen worden. Wer es in diesem Zusammenhang noch nicht bemerkt hat: Die Tierwelt ist mit den neuen Emojis insgesamt noch besser vertreten, denn auch die Robbe gab es bislang nicht.

Allerdings müssen sich Nutzer noch ein wenig gedulden, bevor sie die ganz neue Palette an Bildchen benutzen dürfen. Entwickler können den Angaben zufolge Anfang März beginnen, mit den neuen Emojis zu arbeiten. Spätestens im Sommer dürften dann Unicode-Mitglieder wie Apple, Google oder Microsoft die neuen Emojis per Update auf die Endgeräte bringen. Bis dahin kann man sich also noch ausreichend mit den bereits bestehenden Illustrationen vergnügen.

Lëtzebuerger Journal