LUXEMBURG
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„AI & ART“-Pavillon lädt zur Erkundung künstlicher Intelligenzen ein

Viel wird über das schier unbegrenzte Potenzial künstlicher Intelligenzen gesprochen. Selbst für die Kunst sind die Programme interessant. Dies zeigt sich auch an der Universität Luxemburg. Wissenschaftler der Universität werden zur Gelegenheit von „Esch2022“ einen „AI & ART“-Pavillon schaffen. Dabei soll es sich laut Pressemitteilung der Universität um eine multidisziplinäre und interaktive Umgebung. Hier sollen Wissenschaftler, Künstler und Publikum direkt miteinander in Kontakt treten. Der Pavillon möchte dazu beitragen, europäische Grundsätze und Ideale in diese neue, sich in der Entstehung befindlichen Realität zu integrieren.

„Neue Entwicklungen in der KI bieten eine spannende Gelegenheit, unsere Beziehung zur Kunst und zur Welt zu überdenken. Der ,AI & ART‘-Pavillon wird das Interesse der breiten Öffentlichkeit an der KI fördern, was eine unserer wichtigen Verantwortung als Wissenschaftler ist“, erklärt Prof. Jean-Marc Schlenker, Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften, Technik und Medizin.

Drei Zweige rund um KI

In „Singularity 42!“ werden Initiativen versammelt, in denen Künstler über die Interaktion zwischen Wissenschaft und Kunst nachdenken. Es handelt sich hierbei um einen der drei Zweige, welche den Pavillon bilden. Durch die technische und wissenschaftliche Unterstützung der Universität sollen hier Kunstwerke entstehen.

„Project Corner(stone)“ setzt auf kleinere Projekte, wo spielerische und interaktive Bestandteile eine wichtige Rolle spielen. „Project Magneto“ vereint weitere Veranstaltungen. Sie haben zum Inhalt, über künstliche Intelligenzen aufzuklären und eine Diskussion zur Rolle dieser voranzutreiben.

Wer von digitaler Kunst spricht, muss auch die Remix-Kultur integrieren. Dieser Aspekt wird in vier Untergruppierungen behandelt: „Remix Art“, „Remix Europe“, „Remix Nature“ und „Remix Yourself“. Hier soll ein Bewusstsein für die ethischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu schaffen. „Die Ästhetik, Natur und Atmosphäre des Campus Belval und sein industrielles Erbe erfordern eine konzeptuelle Fortsetzung seiner Geschichte. Der „AI & ART“-Pavillon baut genau darauf auf. Indem er die Zukunft in seiner eigenen Vergangenheit verankert und die digitale Revolution im physischen Kontext seines Vorgängers präsentiert, wird das industrielle Erbe von Belval zu mehr als nur Ästhetik: Es stellt die Fortsetzung der Geschichte dar und liefert die Wurzeln für die digitale Zukunft“, erklärt Prof. Sjouke Mauw, der „Head of Department of Computer Science“.

Zu den weiteren Projekten gehört unter anderem auch „Train Station“. Christoph Schommer und seine Studierenden haben einen Lernalgorithmus anhand der Gemälde alter Meister trainiert. So sollen Gemälde wie Bilder aus digitalen Fotos erzeugt werden.