PASCAL STEINWACHS

Das Leben ist nicht nur kurz und teuer, sondern auch noch ungerecht und feucht. Da verbringt man endlich einmal zweieinhalb Wochen nicht hier, hat dann aber auslands genauso Ekelwetter wie hierlands. Sonnig wurde der August nämlich erst im September - pünktlich zum Urlaubsende, also alles wie gehabt. Klar, dass sich da auch in den Zeitungen nichts verändert hat, funktionieren diese doch, wie überhaupt die gesamte Presse, immer noch im Sommerlochmodus.

So kann sich der interessierte Leser im „Wort“ auch nach der Braderie immer noch die Schreibtische der Minister und -innen ansehen, so gestern das Büro der Gesundheitschefin, bei dem es allerdings nicht großartig viel zu sehen gibt, außer - auch eine Ministerin ist schließlich nur eine Frau - ein Paar Schuhe. Höchstwahrscheinlich schlüpft Frau Mutsch im Büro einfach nur in bequemere Dinger. Ob ihr Partei- und Regierungskollege Romain Schneider im Büro auch lieber Schlappen als Latschen trägt, bleibt dessen Geheimnis, trotzdem sollte er geschwind bald das Finanzressort von Pierre Gramegna übernehmen, hat er (wie er dem „Wort“ verriet) als Sportminister doch scheinbar den absoluten Durchblick: „Einen Euro investieren, drei herausziehen“. So macht Investitionieren Spaß...