LUXEMBURG
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Schaf gerissen: Konkreter Wolfshinweis im Norden Luxemburgs

Am vorgestrigen Montag gab es im Raum Fouhren einen konkreten Hinweis auf die Anwesenheit eines Wolfs, dies teilte die Naturverwaltung gestern offiziell mit. Es wurde ein totes Schaf gemeldet, welches wohl von einem wilden Tier gerissen worden war.

Das Nutztier wurde umgehend von Experten der Naturverwaltung auf alle wichtigen Kriterien hin untersucht, um Hinweise auf den Verursacher zu erhalten. Auf Basis dieser praktischen Expertise konnte ein Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden.

Zwecks Überprüfung mittels genetischer Analysen wurden an dem gerissenen Schaf an den Bisswunden Proben entnommen und an das deutsche Senckenberg-Institut in Gelnhausen geschickt, welches das Referenzlabor in diesem Bereich ist. Mit den Resultaten ist in einigen Wochen zu rechnen, wie die Naturverwaltung mitteilte.

Im Juli 2017 hatte die Naturverwaltung bereits im Raum Garnich erstmals seit 124 Jahren einen Wolfsnachweis für Luxemburg erbracht.

Der Wolf ist in ganz Europa geschützt. Luxemburg hat sich in den letzten Jahren bereits auf die mögliche Rückkehr des Wolfs vorbereitet, um von vorne herein den Umgang mit dieser Tierart zu definieren. Dies geschieht im Aktions- und Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Luxemburg, der zusammen mit allen Akteuren aus der Landwirtschaft, der Wissenschaft, dem Naturschutz, den Privatwaldbesitzern und der Jagd erarbeitet und 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Der Aktionsplan „Wolf“ sowie die Broschüre „Wölfe in Luxemburg?“ zu Verhaltensregeln ist gratis erhältlich bei der Naturverwaltung unter der Nummer (+352) 40 22 01-1 sowie in den Besucherzentren der Verwaltung: Mirador in Steinfort, A Wiewesch in Manternach, Ellergronn in Esch-Alzette, Biodiversum in Remerschen und Burfelt bei Insenborn. Sie ist auch im Internet unter www.emwelt.lu zu finden

Alle Hinweise auf die Anwesenheit von Wölfen sollten umgehend der Naturverwaltung gemeldet werden (E-mail: wolf@anf.etat.lu)