LUXEMBURG
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Kinderchor „Skólakór Kársness“ besucht die „Muselfénkelcher“

Mitte Juni haben 33 Sängerinnen und Betreuer vom Kinderchor „Skólakór Kársness“ aus Kopavogur in Island fünf Tage an der Mosel bei ihrem Partnerchor „Muselfénkelcher“ verbracht. Seit 1987 kennen sich die beiden Kinderchöre. Damals hatte das Gründerehepaar der „Muselfénkelcher“, Adely und Jean-Pierre Urwald, in einer Kneipe in Grevenmacher Þórunn (Tota) Björnsdottir und ihren Mann vom Schulchor „Kársness“ aus Kopavogur in Island getroffen. Auf Anhieb verstanden sich die beiden Chorgründer und luden sich gegenseitig ein. Þórunn Björnsdóttir ist eine national bekannte Persönlichkeit im isländischen Musikleben.

Freundschaft über 3.000 Kilometer

Im vergangenen Jahr besuchten die „Muselfénkelcher“ zum dritten Mal den befreundeten Chor aus einem Vorort der isländischen Hauptstadt Reykjavik, der bereits viele hochrangige internationale Preise gewonnen hat. Mitgeholfen an dieser außergewöhnlichen Partnerschaft über 3.000 Kilometer haben auch viele Isländer in Luxemburg, die für eine zeitlang im Großherzogtum gearbeitet haben und heute wieder in Island ihre Zelte aufgeschlagen haben.

Der Gegenbesuch des isländischen Partner Chores aus Kopavogur fand vom 8. bis zum 12. Juni statt. Die isländischen Kinder wurden in 15 Familien an der Mosel aufgenommen. Höhepunkt der Gastreise war ein gemeinsames Konzert von „Muselfénkelcher“ unter der Leitung von Nathalie Laurent und Marianne Hengel und Skólakór Kársness unter der Leitung von Álfheiður Björgvinsdóttir am 9. Juni in der Dekanatskirche in Grevenmacher. Am Sonntag, 10. Juni, begleiteten die Kinder aus Island nach einem touristischen Besuch in der Stadt Luxemburg auch einen lutherischen Gottesdienst von Pfarrer Sigurður Arnarson in der Dreifaltigkeitskirche in Luxemburg in isländischer Sprache. Am Montag, 11. Juni, gaben die isländischen Kinder ein Konzert im vollbesetzten Spiegelsaal des „Lycée“ von Echternach. Nach dem Besuch im Lyzeum gaben die Kinder aus Island noch ein spontanes Konzert mit isländischen Kirchenliedern in der Echternacher Basilika, am Grab des Heiligen Willibrord. Ein Besuch in Vianden hat den Besuch abgeschlossen.

Es wird nach Auskunft der Chorverantwortlichen nicht der letzte Besuch gewesen sein.