LUXEMBURGVANESSA PETER

Jeder will sie haben: Die kleinen Taschenmonster von „Pokémon GO“

Es ist witzig und komisch zugleich wenn ganze Menschenmassen oder einzelne Personen herumstehen und virtuelle Pokémons einfangen. Über Zäune klettern oder Grundstücke betreten, die man nicht betreten darf. Fast jeder kennt das Spiel, über das die ganze Zeit in den Medien berichtet wird: „Pokémon GO“. Dabei hat der Hype um das Spiel Auswirkungen auf unser Leben. Manche, die es spielen, passen nicht auf und achten nicht genug auf ihre Umgebung. So sind schon einige kuriose Missgeschicke und Unfälle passiert.

Das Spielprinzip

„Pokémon GO“ ist ein Spiel für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets. Das Spiel wurde vom US-amerikanischen Softwareunternehmen Niantic für die Betriebssysteme iOS und Android entwickelt. Am 6. Juli wurde das Spiel in Australien, Neuseeland und den Vereinigte Staaten veröffentlicht. Als nächstes konnten es sich die Deutschen am 13. Juli installieren. In Luxemburg kann man es seit dem 16. Juli spielen.

In der Stadt Luxemburg sieht man deshalb Menschen mit ihren Handys in der Hand die nach „Pokémon“ suchen. Das Ganze ist ein „Augmented-Reality“-Spiel, das die Position des Spielers ermittelt. Deshalb muss man beim Spielen sowohl eine Internetverbindung haben, als auch sein GPS Empfang haben, ansonsten funktioniert es nicht. So ermittelt das Spiel anhand des GPS die Standortdaten des Spielers und positioniert ihn virtuell auf die Landkarte, die er auf seinem Handy sieht. Auf dem Handy sieht der Spieler dann auch, wo der nächste „Pokéstop“ ist, an dem erhält er zum Beispiel „Pokébälle“ oder Eier, die ausgebrütet werden sollen, wofür man allerdings eine gewisse Strecke zurück legen muss. Das Spiel wird in der Regel draußen gespielt, so sind viele Sehenswürdigkeiten oder Wahrzeichen „Pokéstops“ oder Arenen. In letzteren können die „Pokémon“ gegeneinander kämpfen. Da es ein kostenloses Spiel ist finanziert es sich über In-App-Käufe.

Stets in Bewegung bleiben, aber aufpassen!

Ich traf mich mit Sophie Weber, einer „Pokémon GO“-Spielerin, am hauptstädtischen Bahnhof, wir nahmen den Bus ins Zentrum und sie zeigte mir, dass es sehr viele „Pokéstops“ in Luxemburg gibt. Zeitgleich erklärte sie mir das Spiel.

„Ich habe es mir auf meinem Handy installiert, um es zusammen mit Freunden zu spielen und da wir viel Longboard fahren, lassen sich beide Sachen gut kombinieren.“ Sie meint aber ganz klar, dass sie nicht regelmäßig spielt, sondern ab und zu, wenn sie in einer Stadt ist und Internet hat. Sophie spiele auch nur, wenn sie Lust habe und sei nicht süchtig nach dem Spiel.

Doch wieso überhaupt „Pokémon GO“? „Es ist einfach cool, weil überall welche sind. Und meine Freunde haben es auch, dann kann gemeinsam gespielt werden.“ Immer wieder wird in den Medien über Menschen berichtet, die unerlaubt Grundstücke betreten, in ein Krankenhaus gehen oder etwa ein Konzentrationslager zum „Pokémon“-Jagen betreten. „Es macht Spaß in einer Gruppe nach Pokémon zu suchen, aber wenn man deswegen über die Straße läuft, ohne aufzupassen oder unerlaubt Privatgelände betritt, geht das gar nicht. So ist der große Nachteil am Spiel, dass sich Menschen in Gefahr bringen. Des Weiteren ist der Akku sehr schnell leer. Der Vorteil ist allerdings, dass viel mehr Menschen auf die Straße gehen und sich bewegen“, meint Sophie.