CLAUDE KARGER

Während Vizepremier und Wirtschaftsminister Etienne Schneider diese Woche in Asien rumschwirrt, sorgt eine seiner Ankündigungen von Anfang Februar immer noch für internationale Begeisterungsverwunderung. „Unser Ziel sind die umherfliegenden Brocken im All“, verriet er nun der „Berliner Zeitung“, die ob ihrer Recherchen über das „Space Mining“-Business zunächst mal Jules Vernes Klassiker „Die Jagd auf den Meteor“ heraus kramte: „Der Romanheld Zephyrin Xirdal plant, den goldenen Meteor kontrolliert zum Absturz zu bringen, was misslingt. Am Ende versinkt der Meteor im Ozean, das Edelmetall ist perdu“. Na hoffen wir, dass am Ende keine der „umherschwirrenden Schatzkisten“ auf Luxemburg knallt. Sonst wird‘s verdammt eng. Eng scheint es hier unten auch für die Gewerkschaften zu werden. Das „Wort“ veröffentlichte gestern die Resultate einer Online-Umfrage mit 1.416 Beteiligten zum „Tag der Arbeit“. Ganze 52 Prozent waren mit der wort.lu-Vorlage „die ganze Folklore ist doch längst überholt. Gewerkschaften sind Auslaufmodelle und kümmern sich im Zweifel eher um sich selbst als um das Gemeinwohl“ einverstanden. Wobei die Auffassung von „Gemeinwohl“ allein ja schon mehr Interpretationen zulässt, als die Zahl der Stücke eines zerbröselnden Meteoriten...