LUXEMBURG
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Ab April 2021 werden die Jagdlose neu verpachtet werden

Am vergangenen 1. März hat der Regierungsrat bekanntlich die Form und die Prozedur einer öffentlichen Anhörung („Consultation du public“) betreffend die Begrenzung der Jagdlose gutgeheißen. Ab dem 1. April 2021, wenn die Jagdlose erneut verpachtet werden sollen, wie der DP-Abgeordnete Guy Arendt in einer parlamentarischen Anfrage an Umweltministerin Carole Dieschbourg festhält, dürften mehr Jagdlose als im Moment zur Verfügung stehen. Was es damit auf sich habe, will der von der zuständigen Ministerin wissen.

Umweltministerin Carole Dieschbourg weist in ihrer Antwort darauf hin, dass eine öffentliche Anhörung vom 15. März bis zum 16. April durchgeführt werden wird. Die Jagdsyndikate und die Pächter der Jagdlose sollen per Post informiert werden. Derzeit gibt es hierzulande 615 Jagdlose, im Projekt sind deren 628 vorgesehen. Die Jagdlose werden zurzeit von 419 Syndikaten verwaltet.

Was nun die Größe der Jagdlose betrifft, so weist die Ministerin darauf hin, dass der Gesetzgeber 2011 ein Mindestmaß von 300 Hektar pro Jagdlos festgelegt hat, um eine bessere jagdtechnische Verwaltung zu gewährleisten. Wichtig sei in diesem Zusammenhang die in den kommenden Wochen abgehaltene öffentliche Anhörung der betroffenen Akteure. So könnten verschiedenen Anmerkungen noch berücksichtigt werden. Dem Jagdgesetz zufolge hat jedes Jagdlos sein eigenes Jagdsyndikat. Ob es nicht schwierig, ja unmöglich sei, unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jedes Jagdsyndikat drei effektive und drei Ersatzmitglieder haben muss, genügend freiwillige Jagdbesitzer zu finden, die bereit sind, Mitglied eines Jagdsyndikates zu werden, wollte Arendt weiter wissen. Die Umweltministerin erinnerte daran, dass die Besitzer Mitglied verschiedener Jagdsyndikate sein können. In diesem Zusammenhang besteht ihren Worten zufolge „keine Einschränkung“.

Was nun die öffentliche Ausschreibung der Jagdlose betrifft, so weist Dieschbourg darauf hin, dass die Kosten betreffend die Organisation von Jagdlos-Versteigerungen zu Lasten der neuen Jagdsyndikate fallen. Allerdings handele es sich hierbei nur um Veröffentlichungskosten, die nach dem Erhalt der ersten Pacht geregelt werden könnten. Die Registrierung der Pachten sei nicht obligatorisch. Es sei den Pächtern von Jagdlosen überlassen, „ihre Lose auf eigene Kosten registrieren zu lassen“, sagt die Umweltministerin.