BARTRINGEN
CATHERINE NOYER

In der aktuellen Frühjahr-Sommermode sind Muster- und Farbenmixe erlaubt

Absolut neu in dieser Saison sind viele bunte Farben, die wild untereinander kombiniert werden können. Alles ist erlaubt und Rot, Rosé, Pink, Grün, Gelb in allen Schattierungen bis hin zu Nude-Tönen finden sich in der aktuellen Palette wieder. Ein Hosenanzug total in Gelb oder Casualwear in Pink, kombiniert mit Grün oder Gelb, oder aber Mauve mit Rot – je bunter, desto besser ist der aktuelle Trend“, umreißt Chantal Rizzi, Einkäuferin im Modehaus Bram im Shoppingcenter City Concorde, die aktuellen Farbentrends.

Was die Kombination der Stile untereinander betrifft, so ist ihr Motto für die neue Saison „hart gegen zart“. „Das bedeutet, dass strikte durch feminine Elemente gebrochen werden, wie beispielsweise der geblümte Rock oder der Plisseerock, zu dem ein Sweatshirt oder Pullover getragen wird. Florale Muster sind ein großer Trend des Sommers, vom Millefleurs bis zum großblumigen Print“, weiß die Fachfrau.

Zudem tummeln sich Jacquards und Streifen auf Kleidern, Röcken, Jacken und Hosen. Die Hose ist im Sommer etwas ins Hintertreffen geraten, um Kleidern und Röcken Platz zu machen. „Sie ist aber noch präsent und zwar mit Seitenstreifen, die schon im Winter aktuell waren. Diesmal sind es die Blümchenhosen, die Seitenstreifen tragen“, lacht die Einkäuferin. Weit, leger oder als Pyjamahose seien sie in den Kollektionen zu finden. Auch hier der Bruch: Blümchenhosen werden mit Sweatshirts oder Pullovern kombiniert.

Karo ist ein weiteres Thema

Zurück zu den Haupt-Trendteilen Kleid und Rock. „Gegenüber dem Rock ist ein Kleid praktischer, da es bereits eine Einheit bildet und man damit immer perfekt angezogen ist“, erklärt Chantal Rizzi. Einen besonderen Chic erhalten Kleider, aber auch Röcke durch die Midi- und Maxilänge.

„Ein weiteres Thema ist Karo. Hier setzen sich besonders Glencheck und Burberry-ähnliche Muster durch. Kombiniert mit femininen Elementen wird auch hier der Bruch erzielt“, informiert die Fachfrau. Und etwas verrückt dürfen die Kombinationen auch sein, wenn beispielsweise die Blümchenbluse zur Karohose getragen wird.

Wer auf alltagstaugliche Outfits setzt, kann auf Klassiker wie Maxirock und Bluse oder den Herrenlook zurückgreifen. Ein Oversized-Blazer mit einem femininen Rock ergibt einen neuen Look, der ebenfalls für jede Gelegenheit passend ist.

Mut brauchen allerdings die Frauen, die den bunten Farbentrend mitmachen. Doch sind laut Chantal Rizzi auch Pastellfarben in allen Variationen in den Kollektionen zu finden. Somit dürfte für jede Frau ein modisches Teil dabei sein, das ihrem Stil entspricht.

Bei den Mänteln bleibt der Trench der absolute Klassiker, der sich diesmal auch im Karomuster zeigt. Bei den Outdoor-Themen sind Windjacken in der Spitzenposition. Auch die sportiven Bomberjacken haben sich vom Winter hinübergerettet. Neu sind hier Blümchen- und Karomuster.

Zu erwähnen wären noch neue Spitzenvarianten, die als Romantikelement schon zum Dauerbrenner geworden sind. „Um klassische Teile zu verändern gibt es ja noch die Accessoires, mit denen man nach Lust und Laune spielen kann. Schließlich wird nichts neu erfunden, die Kunst der Mode liegt in der Kombination, um etwas Neues zu schaffen“, bringt es die Fachfrau auf den Punkt. •

Die Jeans zeigt sich in neuen Varianten – mit Applikationen und femininen Elementen

Blaue Stunde

Die ursprüngliche Goldgräberhose aus Amerika hat vor fast hundert Jahren in Europa Trends gesetzt. So viele Varianten wie die Jeans, die sich daraus entwickelt hat, hat heute kein Kleidungsstück. Vor allem der Denim-Stoff, aus dem sie hergestellt ist, hat seine Liebhaber gefunden und zeigt sich in dieser Saison als Kleid, Rock, Jacke, Bluse und Hose.  Der blaue Allover-Look drückt sich auch in Form von Blaumann, Overall und Latzhose aus.
Trendsetter ist in dieser Frühjahr-Sommer-Saison die Jeansjacke, die vor allem mit femininen Elementen, wie beispielsweise einem Spitzenkleid, kombiniert wird.  Sie ist die Alternative zur Bikerjacke und vor allem etwas leichter für den Sommer als die Lederjacke. Tiefblaues Indigo löst sich mit ausgebleichten Waschungen ab, die fast ins Weiß driften. Nicht nur in Blau zeigen sich Jeans und ihre Varianten - in Rosé erhält sie einen total neuen Look.

Nieten, Pailletten und ausgefranste Kanten
Midi- und Maxikleider in Blau-Tönen erhalten die feminine Note durch Stickereien und eingearbeitete Häkelspitze und erinnern an die Hippiemode der 1960er.  Neuen Schwung erhalten auch die Hosen – ob weit oder eng - durch neue Details wie Schnürungen, Doppelbund und Applikationen. Extraflach sind die Nieten an der Jeans 2018, die zudem mit Pailletten und Stickereien glänzen darf. Ausgefranste Säume und abgerissene Kanten sind ein Must-have an den neuen Teilen.
Kombiniert wird der dicke Baumwollstoff mit femininen Spitzenröcken oder sportlich mit Streifenshirt. Auch die aktuellen Statement Shirts mit plakativen Parolen oder Zitaten sind eine stylische Ergänzung zur Jeans. Wer es Ton in Ton mag, hat die Möglichkeit verschiedene Blautöne der Jeans in Hose, Hemd oder Jacke untereinander zu kombinieren. Und die passende Baseballkappe gibt es sicher noch in einer anderen Blau-Variante…