LUXEMBURG
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Am 1. April startet wieder der Spendenmonat des Roten Kreuzes Luxemburg

Am kommenden Samstag, 1. April, startet wieder der Spendenmonat des Roten Kreuzes Luxemburg - und jede Spende hilft: Bis zum 30. April mobilisiert sich das ganze Großherzogtum wieder zu Gunsten des Roten Kreuzes und dem Kampf gegen Krisensituationen in Familien. Flaggen zeigen, Plakate kleben, Faltblätter bei Straßenaktionen verteilen, Verkaufsstände aufbauen, Benefizveranstaltungen organisieren - plus die 2.000 ehrenamtlichen Spendensammler, die im ganzen Land die Haushalte aufsuchen, um Spenden für das Rote Kreuz zu sammeln, zeichnen den Spendenmonat April aus, wie Generaldirektor Michel Simonis bei der gestrigen Aktionsvorstellung ausführte.

Seit 1945 von großer Bedeutung

Die damalige „Quinzaine du Don“ - heute der „Spendenmonat“ - wurde 1945 ins Leben gerufen „und stellt ein Ereignis von herausragender Bedeutung für das Luxemburger Rote Kreuz dar“, wie unter anderem Rita Krombach-Meyer, Lokalsektionspräsidentin Luxemburg-Stadt, betonte. „962.000 Euro wurden 2016 gesammelt, ein Rekord“, wie der Generaldirektor Simonis meinte. Alleine in der Hauptstadt wurde 200.000 Euro gesammelt. Der „Spendenmonat“ ist ebenfalls von verschiedenen Veranstaltungen sowie Sensibilisierungs- und Sammelaktionen im ganzen Land geprägt, die von den Mitgliedern der Lokalsektionen des Roten Kreuzes, Einzelpersonen und Partnerbetrieben organisiert werden.

Vier Wochen lang werden die ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen die Haushalte, Betriebe und verschiedenen Organisationen des Landes aufsuchen, um Spenden zu sammeln. „Die Hauskollekte stellt eine Nähe her, die es der Bevölkerung ermöglicht, sich direkt über die Programme des Roten Kreuzes zu informieren“, sagte Krombach-Meyer und verwies hier auf die neuen Ausweise, die die Sammler nun bei sich tragen, um sich auszuweisen und so entsprechend Vertrauen aufzubauen.

Die Aktion ist heute die wichtigste Sammlung privater Spenden des Jahres, sei es mittels der landesweiten Haus-zu-Haus Aktionen, der traditionellen Spendensammlung des Roten Kreuzes, oder dank spezifischer Veranstaltungen, die im Rahmen des Spendenmonats organisiert werden. Der Spendenmonat ermöglicht es dem Roten Kreuz, seine Programme in den vier Handlungsbereichen Gesundheit, Soziales, Jugend und humanitäre Hilfe durchzuführen. „So kommen aber auch neue und weite Bereiche hinzu, wie die Flüchtlingshilfe und -unterstützung, hier sind 20.000 Euro alleine in die Begegnungsstätte in der Oberstadt geflossen“, wie Gilles Dahmen beschrieb.

Not ist nicht planbar

Die Initiierung neuer Maßnahmen und Dienste zur Behandlung der sich aktuell stellenden sozialen und gesundheitlichen Probleme in Luxemburg erfordert beträchtliche Investitionen, „die Not ist nämlich nicht planbar, auch wenn wir mit einem festen Budget arbeiten“, sagte Simonis. Eine große Anzahl humanitärer Projekte, Bauprojekte und nationaler wie internationaler Entwicklungsprojekte bedeutet freilich auch ein großes Finanzaufkommen. „Wenn das Luxemburger Rote Kreuz den Schwächsten unserer Gesellschaft Hilfe leistet, so verdankt es dies insbesondere der finanziellen und freiwilligen Unterstützung der breiten Öffentlichkeit“, sagte auch Dr. Christian Huvelle, Direktor Internationale Hilfe. „So konnten 500.000 Euro dem Internationalen Roten Kreuz überwiesen werden.“ Huvelle beschrieb hier die Krise in Afrika, speziell im Gebiet von Äthiopien, Somalia und dem Osten von Afrika, wo es erhebliche Ernährungsprobleme durch Kriege und auch das Klima gebe. Für eine Soforthilfe hat Luxemburg eine Million Euro blockiert. Hierfür wurde auch ein spezieller Aufruf des Roten Kreuzes gestartet.
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