LUXEMBURG
PAUL HEBER

Seit einem Jahr schon wütet in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri im Osten des Kongos die Seuche Ebola. Den Behörden des zentralafrikanischen Landes zufolge sind bislang über 2.700 Menschen erkrankt und mehr als 1.600 Menschen gestorben. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit über 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ebola-Ausbruch. Dieser Ausbruch ist indes besonder schwer in den Griff zu bekommen, da in der Region etliche Milizen aktiv sind und Menschen immer wieder vor der Gewalt fliehen müssen.

„Die Weltgesundheitsorganisation hat wegen der Ebola-Epidemie im Kongo den internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. ‚Das ist eine Notsituation. Es besteht die sehr reale Gefahr, dass sich Ebola auf die Nachbarländer ausbreitet, daher sollte die internationale Gemeinschaft dringend gemeinsam dafür sorgen, das zu verhindern‘, sagte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore vor kurzem in New York. ‚Das bedeutet, mehr Geld bereitzustellen, damit die Helfer vor Ort genügend Mittel zur Verfügung haben, um jeden einzelnen Fall zu behandeln und jedem einzelnen Kontakt nachzugehen.‘

Bisher (Stand 31. Juli) wurden 758 Kinder mit Ebola infiziert, das ist fast ein Drittel (31 Prozent) der Fälle. Bei früheren Ausbrüchen waren 20 Prozent der Infizierten Minderjährige. Kleinkinder sind überproportional gefährdet: Unter den mit Ebola infizierten Kindern sind über 50 Prozent unter fünf Jahre alt.

Kinder leiden doppelt unter der Ebola-Epidemie: Bei einer Infektion sind vor allem Kleinkinder einem höheren Risiko ausgesetzt, an der Krankheit zu sterben. Darüber hinaus werden durch Ebola viele Kinder von ihren erkrankten Eltern getrennt (über 2.000 Kinder) oder sind zu Waisen oder Halbwaisen geworden (über 1.200 Kinder).

Als Hilfsorganisation unterstützt Unicef Behandlungs-Zentren im Kongo und sorgt dafür, dass jedes Kind in Behandlung einen Betreuer hat, die als Ebola-Überlebende gegen den Virus immun sind. Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden oder diese durch die Krankheit verloren haben, werden in Kinderzentren in der Nähe der Behandlungszentren betreut. Darüber hinaus verteilt Unicef Hygieneartikel und klärt Menschen in den Risiko-Gebieten über Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung auf.

Schon mit 52 Euro an Spendengeldern kann man fünf Ebola-Tests finanzieren, und mit 90 Euro Wasseraufbereitungstabletten für 150 Personen während einem Monat.“

Wer spenden will, kann dies im Internet auf www.unicef.lu/ebola tun