LUXEMBURG
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Hygienedienst der Stadt Luxemburg legt Aktivitätsbericht für 2017 vor

Zusammen mit den Dienststellen „Wasser“, „Kanal“ und „Energie“ bildet der Hygienedienst seit 2014 den Fachbereich Energie und Umwelt der Stadt Luxemburg. Gestern Nachmittag stellten Bürgermeisterin Lydie Polfer, Schöffe Viviane Patrick Goldschmidt, Nico Pundel, Ingenieur-Direktor des Fachbereichs Energie und Umwelt sowie Marc Weber, Leiter des Hygienedienstes der Stadt Luxemburg, den Aktivitätsbericht des Hygienedienstes für 2017 vor. Mit berechtigtem Stolz wies Bürgermeisterin Polfer darauf hin, dass Luxemburg-Stadt „die sauberste Hauptstadt in Europa ist“. Man wolle sicherstellen, dass sich die Bürger und die Gäste der Stadt Luxemburg „in einem gesunden Umfeld bewegen“. Wie Patrick Goldschmidt unterstrich, will die Stadt Luxemburg den gesamten, äußerst leistungsstarken Fuhrpark des Hygienedienstes in den kommenden Jahren auf Elektromobilität umstellen.

64.275 Tonnen Abfälle gesammelt

Auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg wurden im vergangenen Jahr insgesamt 64.275 Tonnen Abfälle gesammelt. Dies stellt ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2016 mit 64.719 Tonnen eingesammelter Abfälle dar, dies bei einer stets steigenden Zahl der Einwohner der Stadt Luxemburg. Ein Großteil der im vergangenen Jahr eingesammelten Abfälle - 37.521 Tonnen - wurden in den SIDOR-Anlagen in Leudelingen verbrannt, wie Goldschmidt unterstrich.

26.754 Tonnen Abfälle wurden im vergangenen Jahre in der Stadt Luxemburg getrennt eingesammelt, unter anderem 8.684,77 Tonnen Papier und Pappe (28 Prozent), 5.120,44 Tonnen Glas (19 Prozent), 2.861,58 Tonnen biologisch abbaubarer Müll (elf Prozent), 1.533,82 Tonnen Holz (sechs Prozent) und 1.424,35 Tonnen PMC (fünf Prozent).

Einiges Kopfzerbrechen

Auf dem gesamten Stadtgebiet verfügt der Hygienedienst über 57 Sammelstellen für Glas und Papier, die sogenannten Iglus, die regelmäßig geleert werden. Und trotzdem bereiten sie den Verantwortlichen einiges Kopfzerbrechen, wie gestern unterstrichen wurde. Nicht weniger als 444 Tonnen illegal abgelagerte Abfälle mussten die Mitarbeiter des Hygienedienstes im vergangenen Jahr hier wegräumen. Im vergangenen Jahr konnten 120 „Müll-Verursacher“ ermittelt werden, ihnen wurde eine Rechnung in Höhe von 148 Euro zugestellt.

Im vergangenen warb der Hygienedienst der Stadt Luxemburg in den 3.000 Residenzen auf dem Stadtgebiet verstärkt für Mülltrennung. Da man in diesem Bereich noch relativ viel Potenzial sieht, soll beim Hygienedienst eine sogenannte „Cellule assistance client“ ins Leben gerufen werden, das die Kunden in Sachen Müll-Verwaltung beraten und unterstützen soll. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein „Guide des déchets“ ausgearbeitet, der in Deutsch, Französisch und Englisch beim Hygienedienst erhältlich ist.