ECHTERNACH
INGO ZWANK

Abteistadt wird beruhigt: Echternach stellt neues Park- und Verkehrskonzept vor

Das beste Verkehrskonzept nützt nichts, wenn keine Kontrolle erfolgt, sagen die Bürger. „Unser Projekt sollte eigentlich schon Anfang 2014 in Kraft treten“, sagte Echternachs Bürgermeister Théo Thiry (CSV) am Mittwochabend vor über 150 Zuhörern im Trifolion, „doch leider spielte das Wetter nicht so mit. Die Einzeichnungen konnten nicht so vorgenommen werden wie geplant.“

Gemeint ist das neue Park- und Verkehrskonzept der Stadt, das gedacht ist, „den Echternacher Bürgern entgegenzukommen - samt kostenloser „Brötchentaste“ für die schnellen Erledigungen“, beschreibt Thiry die Situation mit Blick auf ein schnelleres Rotationsprinzip im Parkplatzbereich. „Es soll keine Schikane sein“, denn auch die Preise sind human gehalten, sagt der Bürgermeister weiter.

2.180 Parkplätze stehen zur Verfügung

Was die „neue Verkehrsordnung für Echternach“ angeht, so wurden alle Bereiche (Straßen) erfasst und entsprechend ausgewiesen. Verschiedene Bereiche, die absolut für den Verkehr gesperrt waren, werden nun teils für Fahrräder freigegeben, damit ein guter Anschluss an die nationalen Fahrradwegen gegeben ist.

Auch sogenannte „Zones de rencontre“ (zum Beispiel im Bereich der Basilika) wurden eingerichtet: 20 km/h sind hier nur erlaubt. Was die neuen „Zone 30“-Gebiete betrifft, so werden diese aus verkehrssicherheitstechnischen Gründen und zur Steigerung des Wohngefühls der Anwohner eingerichtet. Immerhin sei die Lärmbelastung um einige Dezibel geringer, wenn die Geschwindigkeit um 20km/h gebremst wird, Bis auf die Haupt- und Sammelstraßen wird die Abteistadt so komplett zu einem „Zone 30“-Gebiet.

Parkraumerhebung

Durch eine Parkraumerhebung 2012 ermittelte man die notwendigen Bereiche, wo kostenpflichtiges Parken, kostenloses Parken mit Parkscheibe und kostenloses Parken einzurichten sind. 20 Zonen wurden unter die Lupe genommen und das Parkverhalten über 63.700 Stunden erfasst - alles, um ein besseres Parkraummanagement zu realisieren. Insgesamt 2.180 Parkplätze weist nun das neue Parkraumsystem aus, immerhin 1.457 davon sind kostenlos. In naher Zukunft wird der neue Parking Rue des Bénédictins ebenfalls noch seiner Bestimmung übergeben, 130 weitere Parkplätze werden dann bereitstehen. Bedenken aus dem Plenum, wo denn Fahrer, die mit dem Bus in die Hauptstadt fahren, parken sollen, wurden mit einem sehr großem freien Parkplatzkontingent am See entkräftet. Auch weitere Anliegen wurden erörtert, unter anderem wurde die Rue Thoull als Problemkind der Anwohner dargestellt. Die Bürger forderten mehr Kontrollen durch Polizei und Stadt, damit eine neue Verkehrsregelung auch eingehalten wird. Betont wurde vom Schöffenrat, dass ein Reglement jederzeit nachgebessert werden kann, „hoffentlich können wir schon nach einem Jahr eine Bilanz ziehen“, sagte Schöffe Ben Scheuer (LSAP).