LUXEMBURG
PASCAL STEINWACHS

Derweil der wahlkämpfende Trump-Herausforderer Joe Biden mit einem „alten Luxair-Jet“ durch die USA düst (dixit „lessentiel.lu“ -  der Flieger flog anscheinend von 2001 bis 2005 unter luxemburgischer Flagge), landete gestern Abend endlich auch das vor circa 20 Jahren bestellte, rund 200 Millionen teure Militärflugzeug auf Findel, ehe es dann wieder in seine Garage bei Brüssel verfrachtet wird. Und sollte die Armee den Flieger tatsächlich einmal brauchen, dann muss sie nur noch kurz nach Brüssel fahren, und schon geht‘s los. Man muss im Leben und in der Politik eben die richtigen Prioritäten setzen...
Gefeiert hat gestern aber nicht nur die Armee, sondern mulatiert haben gestern auch Großherzogs, konnten die doch ihr 20-jähriges Bestehen begießen. Nicht ganz so begeistert zeigte sich da nur das republikanische „Tageblatt“ (die „Revue“ hatte das Jubiläum doch glatt verschwitzt), dessen Leitartikelschreiber daran erinnern musste, dass zum Großherzog-Sein „nicht Talent oder Fleiß, nicht angeborene Genialität oder erarbeitetes Wissen, nicht einmal eine demokratische Wahl“  für das Amt qualifizieren würden, sei die „Hauptqualifikation für den Job“ doch  „allein der schiere Zufall der Geburt“. So ein Spielverderber aber auch...