PASCAL STEINWACHS

Ruft man sich die vielen feuchtfröhlichen Bilder der diesjährigen „Päischtcroisière“ in seiner ganzen Bierbäuchigkeit in Erinnerung, bei der ja auch wieder eine Reihe von gestandenen Politikern gesichtet wurden, so hätte man das Referendumsmassaker vom Sonntag eigentlich schon voraussehen müssen. Ein richtiger Luxemburger will nämlich bleiben was er ist, und zwar ein richtiger Luxemburger, und, wenn möglich, auch wo er ist, will sagen am liebsten auf dem bereits erwähnten Kreuzfahrtkutter oder aber in Blankenberge/Knokke-Heist/Schwarzwald. Mit solchen Sperenzchen wie Referenden hat er jedenfalls wenig bis nix am Hut, und was fakultativ heißt, das ist ihm unbekannt, aber wenn er schon des Sonntags trotz Kaiserwetters zur Wahlurne schreiten muss, dann darf er ja wohl wenigstens dem ungeliebten Blau-Rot-Grün-Dings eins auswischen.

Nicht weniger lustig indes die Reaktion letzterens, das jetzt so tun, als sei das Ganze so schlimm denn doch nicht, obwohl es im ganzen Land in keiner einzigen Kommune auch nur ein einziges JoJaOui zu einer einzigen der drei Referendumsfragen gegeben hat. Beim nächsten Mal einfach die richtigen Fragen stellen, nämlich ob das Bier billiger und die „grouss Vakanz“ noch größer werden soll, denn dann gibt‘s mit Sicherheit auch ein JoJaOui...