ETTELBRÜCK
PIERRE MATGEN

Gemeinderat Ettelbrück diskutiert touristische Verbesserung

Hauptpunkt der gestrigen Gemeinderatssitzung in Ettelbrück war die Entscheidung über den Bau einer Jugendherberge im Rahmen der Bahnhofneugestaltung. Ursprünglich war der Bau von zwei Verwaltungsgebäuden in der Verlängerung des neuen Bahnhofgebäudes vorgesehen. Diese waren nicht mehr im Gesetzprojekt vom 9. Dezember 2014 zurückbehalten worden. Nach einem Aufruf von Nachhaltigkeitsminister François Bausch zeigten Organisationen im sozialen Bereich Interesse an Antennen in Ettelbrück, die in einem der beiden administrativen Gebäude Platz finden könnten. In einem Gespräch zwischen der Staatssekretärin Francine Closener, dem Schöffenrat und dem CAJ („Centrale des Auberges de Jeunesse“)-Sekretär Serge Pommerell wurde Interesse für eine neue Jugendherberge im zweiten Gebäude gezeigt. Im Regierungsrat vom 24. Juli soll nun über den Bau der zwei Verwaltungsgebäude entschieden werden.

Eine Bereicherung für die Pattonstadt

In der Ratssitzung stellte Bürgermeister Jean-Paul Schaaf das Projekt mit zirka 100 Betten vor. Kostenpunkt: 8,4 Millionen Euro, wovon der Staat die Hälfte übernimmt. Im Falle einer Befürwortung des Gemeinderates solle der Anteil des Staates im Fünf-Jahresplan für touristische Infrastrukturen 2018-2022 mit eingeplant werden. Nach Schaafs Worten stellt der Bau einer Jugendherberge eine Bereicherung für die Pattonstadt und die „Nordstad“ dar. Dieser Meinung war auch Abbes Jacoby (déi gréng), der daran erinnerte, dass einer der Pioniere der Jugendherbergs-Bewegung, Carlo Hemmer, aus Ettebrück stammte. Alain Feypel (DP) meinte dagegen, dass in Zeiten der Krise der Anteil der Gemeinde von 4,2 Millionen Euro die Gemeindenfinanzen zu sehr belasten würde. Nach weiteren Diskussionen über den Standort im Bahnhofbereich wurde der Vorschlag gegen die Stimmen der zwei DP-Räte angenommen.

Provisorischer Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs

In Ettelbrück macht man sich vor Beginn der Infrastrukturarbeiten für den neuen Bahnhof Gedanken über die mit den Arbeiten einhergehenden Parkplatzprobleme. Darum der Vorschlag vom Schöffenrat, einen provisorischen Parkplatz mit mindestens 100 Stellplätzen jenseits der Gleise auf einem leer stehenden CFL-Gelände anzulegen. Die Zufahrt könnte vom Erpeldinger Kreisel aus über eine bestehende Notbrücke erfolgen. Vom Parkplatz würde ein noch anzulegender Fußgängerweg von 400 Meter zum eigentlichen Bahnhof führen. Der Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Die Realisierung muss allerdings noch mit der CFL abgesprochen werden. Vorher war der Restantenetat über 319.916 Euro, wovon 18.744 Euro abgeschrieben werden, einstimmig angenommen worden. Die Oppositionsräte verlangten mehr Druck bei den Eintreibungen der ausstehenden Beträge. Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden Routineangelegenheiten behandelt darunter die Erhöhung der zugelassenen Taxis. Die jährliche Taxe wurde von 375 auf 425 Euro pro Taxistand erhöht.