PASCAL STEINWACHS

Das ist doch mal eine nette Geste: Enfant terrible Oskar Lafontaine, der frühere Ministerpräsident des Saarlandes, SPD-Chef und Deutschfinanzminister, und heutige Gatte der Talkshow-Ikone Sahra Wagenknecht (die mit dem strengen Dutt), hat jetzt dem Historischen Museum Saar einen Aktenkoffer und ein paar Schuhe dauerhaft als Schenkung überlassen, da diese anscheinend im Zusammenhang „mit wichtigen historischen Ereignissen“ stehen, wie es gestern hieß.

Toll! Wenn das Schule macht, dann können sich die Luxemburger demnächst im Nationalen Museum für Geschichte und Kunst auch Jean-Claude Junckers Fluppen, Xavier Bettels Schals, Jean Asselborns Drahtesel und Etienne Schneiders Luxuskarossen ansehen.

Apropos Etienne Schneider: Unter diesem Namen, und unter dem Motto „More is more - less is less“, gibt es auch einen „unofficial account of Luxembourg’s most exciting (socialist) minister ever“, auf dem dieser Tage erklärt wurde, warum der Schneidersche Militärsatellit auf einmal eine „astronomische Kostenexplosion“ (wie das flämisch-luxemburgische „Wort“ die Chose zusammenfasste) erleben musste: „Wat näischt kascht, daat ass och näischt. Socialist proverb“. Wo er recht hat, hat er natürlich recht..