PASCAL STEINWACHS

Ehrenstaatsminister Jean-Claude Juncker ist zwar nicht mehr Kandidat für das Europawahldings, da er sich „am 31. Oktober um Mitternacht“ von seinem Job als EU-Oberboss zurückzuziehen gedenkt, doch als Europaexperte ist er immer noch unermüdlich unterwegs. So auch vor kurzem auf einer Europaveranstaltung in Echternach, wo er dem „d‘Lëtzebuerger Land“ zufolge „noch einmal seine Jahre alten Bonmots“ heruntergespult haben soll.

„Eingesackt in sein sperriges Sofa“ habe er „immer wieder den Zeigefinger müde in der Luft kreisen“ lassen, „um zu veranschaulichen, wie die so komplizierten Dinge in Brüssel drehen“. Dabei habe er „mit seinem schwerfälligen Gang und seinem faltigen Gesicht hinter einer großen Brille“ einer „gutmütigen Schildkröte“ geglichen, wobei Juncker selbst sich aber als „Dinosaurier“ bezeichnet habe. Klar, dass so ein Dinosaurier mit Vorliebe in der Vergangenheit herumkramt, auch um die Vorzüge Europas zu verdeutlichen: „Wenn man mir eine Hose in Trier gekauft hat, musste ich die sofort anziehen“, um so dem Zöllner vorzugaukeln, die Hose stamme aus einem Escher Geschäft. Inzwischen kauft er seine Hosen in Brüssel, greift aber immer noch zur Lüge, wenn es ernst wird...