CLAUDE KARGER

„Wenn man jung ist, möchte man immer gerne für älter gehalten werden. Denn älter und erwachsen zu sein ist irgendwie cool“, lasen wir gestern auf der pickeligsten Seite im „Tageblatt“, „dann kann man machen, was man will und seine eigenen Entscheidungen treffen“. Das aber ist manchmal gar nicht so ohne und verursacht desöfteren voll krassen Stress, denn wenn alle verschiedene Entscheidungen treffen, sitzen immer welche „zwischen Hammer und Amboss“. Solcherart in der Klemme befänden sich laut „Wort“-Leitartiklerin etwa die Vertreter des Erzbistums in der Kirchenfabrik-Kirchturmpolitik: „Dort der Innenminister, der bei dem Verbot der Kofinanzierung nicht mit sich reden lässt, und hier der Syfel, der an seiner Frontalopposition festhält“. „Dass in den Kirchenräten viele CSV-nahe Mitglieder sitzen, macht die Sache nicht einfacher“, heißt es weiter. Dass Frontalopposition immer in ein Dickicht aus gordischem Knöterich führt, dürfte auch in CSV-Kreisen bekannt sein. Falls nicht: Der Historiker und Abgeordnete Serge Wilmes kann sicher mit einer Menge Beispielen von der Antike bis heute dienen. Ein junger Wilder geblieben ist er laut „Wort“-Sommerplausch auf jeden Fall: „Mein Herz schlägt immer noch für die CSJ“. Und für ein Bürgermeisteramt, wie ferner zu erfahren ist.