LUXEMBURG
JORGE ALMEIDA

„Mortal Kombat 11“: Die brutale Spiele-Reihe ist besser als je zuvor

Bei „Mortal Kombat 11“ sieht man mal wieder, dass Publisher Warner Bros. und Entwickler Netherrealm den größten Teil ihres Budgets in den Story-Modus stecken. Im neuesten Ableger sehen die einzelnen Charaktere und ihre Gesichtsausdrücke noch lebensechter aus als zuvor.

Die Prämisse des Story-Modus ist recht simpel: Kronika, die Hüterin der Zeit, will eine neue Ära erschaffen, in der es den Donnergott Raiden nicht mehr gibt. Um dies zu erreichen, bringt sie Charaktere aus der Vergangenheit in die Gegenwart, was teilweise zu witzigen Szenen zwischen zwei gleichen Charakteren aus verschiedenen Zeiten führt. Durch spaßige Interaktionen und spannende Twists findet man im Verlauf der Story heraus, worum es sich bei Kronika genau handelt.

Eine Unmenge an freischaltbaren Items

Ohne große Überraschung kehrt die freie Gestaltung der einzelnen Charaktere aus „Injustice 2“ zurück. Für jeden Charakter gibt es um die 60 Skins, mit denen man ihre allgemeine Kleidung frei gestalten kann. Dazu kommen noch drei Kleidungsstücke, die man für jeden Charakter wählen darf. Zusammen mit den „Fatalities“ und „Brutalities“ sind das die hauptsächlichen freischaltbaren Items, mit denen man eine ganze Weile beschäftigt ist.

Spaßiges Kampfsystem mit gutem Tutorial

Der neueste Ableger der Serie bringt einige Neuerungen ins Kampfsystem. Die beliebten „Fatalities“ sind natürlich wieder dabei und noch grotesker denn je. Neu mit von der Partie sind die „Fatal Blows“ und eine neue Block-Mechanik, der sogenannte „Flawless Block“.

Beim „Flawless Block“ geht es darum, einen gegnerischen Angriff mit präzisem Timing zu blocken , um sich dadurch einen Vorteil gegenüber seinem Feind zu verschaffen. Dieser Vorteil kommt entweder in Form spezifischer Fähigkeiten, die nur nach einem „Flawless Block“ genutzt werden können oder auch ganz einfach dadurch, dass man eine gegnerische Kombo mit einer eigenen, schnelleren, Attacke kontern kann. Zwar ist die Exekution dieser Mechanik ziemlich schwer zu meistern, aber je mehr die Spieler sich damit befassen, desto spannender werden die Kämpfe.

Bei den „Fatal Blows“ handelt es sich um die Standard-„Ultimative Attacke“, die man heutzutage auch in Franchises wie „Tekken 7“ oder „Soul Calibur VI“ findet. Von den beiden sind sie allerdings mehr an „Tekken“ angelehnt, da man sie nur einsetzen kann, wenn die eigene Lebensleiste nur noch sehr gering ist. Anders als in „Tekken“ kann man sie aber nur ein einziges Mal im ganzen Kampf nutzen. Dieser simple Unterschied macht viel aus, da die „Fatal Blows“ somit viel strategischer eingesetzt werden müssen.

Obendrein bietet das Spiel auch noch eines der besten Tutorials, die man je in einem Kampfspiel gesehen hat. Dadurch werden neue Spieler nicht so früh abgeschreckt.

Im Großen und Ganzen ist „Mortal Kombat 11“ ein sehr empfehlenswertes Spiel, das einen Story-Modus mit viel Fanservice und Liebe bietet und dies gekoppelt mit einem echt guten Kampfsystem.

„Mortal Kombat 11“ ist ab sofort für etwa 60 Euro auf PS4, Xbox One, PC und für die Nintendo Switch erhältlich. Getestet auf PS4 Pro. Ein Testmuster wurde uns vom Entwickler zur Verfügung gestellt.